"Austria Mundus" soll Mobilität von ForscherInnen steigern

19. August 2008, 12:36
1 Posting

1,4 Millionen Euro Fördermittel auf fünf Jahre für Teilnahme der Unis an "Erasmus Mundus"

Wien -  Mit dem neuen Förderprogramm "Austria Mundus" möchte ÖVP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn die Teilnahme der heimischen Unis an der EU-Initiative "Erasmus Mundus" steigern und damit den internationalen Austausch von Studenten und Wissenschaftern fördern. "Austria Mundus" ist mit 1,4 Millionen Euro auf fünf Jahre dotiert, so Hahn bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien.

"Erasmus Mundus" ist ein Studentenaustauschprogramm und wird von der EU-Kommission finanziert. Es müssen sich jeweils mehrere Universitäten zusammenschließen und gemeinsame Masterstudiengänge anbieten. Die ausgewählten Studenten werden dann im Laufe ihrer Ausbildung quasi von Uni zu Uni weitergereicht. Ab 2011 werden auch Doktoratsstudiengänge gefördert. Insgesamt haben sich für "Erasmus Mundus" von 2004 bis 2008 103 Universitäten beteiligt, davon sieben österreichische.

Förderung des internationalen Austauschs

"Austria Mundus" ist eine Art Anbahnungsfinanzierung für "Erasmus Mundus" und eine von mehreren Maßnahmen, mit denen Hahn den EU-weiten und internationalen Austausch von Studenten und Forschern fördern möchte. "Das Ziel ist es, dass bis 2020 50 Prozent aller Studierenden mindestens einen Studien- oder Forschungsaufenthalt im Ausland absolvieren", so der Ressortchef. Zum Vergleich, 2006 kamen 31 Prozent in den Genuss eines solchen Stipendiums.

Hahn will wieder Wissenschaftsminister werden

Insgesamt stehen bzw. standen 2008 60 Millionen Euro für akademische Mobilitäts- und Nachwuchsförderungsprogramme zur Verfügung, 2009 soll dieses Budget "um acht bis zehn Prozent" erhöht werden. Erfolge meldete der Ressortchef bei der Internationalisierung der heimischen Professorenschaft. So seien 2007 65 Prozent der Berufungen an Bewerber "aus dem Ausland" gegangen. Darunter seien aber auch zurückgekehrte Österreicher gewesen.

Hahn machte kein Hehl daraus, dass er das Wissenschaftsressort nach der Wahl gerne weiter führen würde. Aber auch eine allfällige Nachfolgerin oder ein Nachfolger werde sich den Forderungen nach einer weiteren Internationalisierung der Unis nicht verschließen können. (APA)

Share if you care.