Wiener Börse am Dienstag: ATX rutscht 3,58 Prozent ab

19. August 2008, 17:54
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Leitindex weitet Abschläge im Späthandel aus - Bankwerte unter Druck

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei moderatem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX rutschte um 126,89 Punkte oder 3,58 Prozent auf 3.415,53 Einheiten ab. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 102 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.518 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -1,17 Prozent, DAX/Frankfurt -2,33 Prozent, FTSE/London -2,26 Prozent und CAC-40/Paris -2,60 Prozent.

Der ATX musste am Dienstag klare Abschläge hinnehmen. "Mit den schwachen US-Vorgaben marschierte auch der ATX Richtung Süden", kommentierte ein Händler. Die europäischen Börsen starteten mit deutlichen Verlusten in die Sitzung. Nach einer kurzen Verschnaufpause drückten am frühen Nachmittag die US-Inflationsdaten die Märkte wieder etwas deutlicher nach unten. Im Späthandel rutschte der ATX noch weiter ab.

Abschläge auf breiter Front

 Die heimischen Bankwerte konnten sich dem negativen Sektor-Trend nicht entziehen und kosteten den ATX zusammen mehr als 70 Punkte. So büßten Erste Group 6,29 Prozent auf 38,61 Euro (1.385.676 Stück) ein. Raiffeisen International schlossen um 7,25 Prozent tiefer bei 74,80 Euro (407.269 Stück).

Unter Druck gerieten nach Vorlage von Halbjahreszahlen auch die Aktien von Wienerberger. Die Titel rutschten um 6,12 Prozent auf 16,71 Euro (1.395.990 Stück) ab. Der Baustoffkonzern erlitt im ersten Halbjahr wie erwartet einen spürbaren Gewinnrückgang. "Die Zahlen waren ähnlich erwartet worden, aber das schwache Umfeld drückte noch einmal auf den Kurs", meinte ein Händler.

Unter den weiteren Indexschwergewichten verloren Telekom Austria im Vorfeld der für Mittwoch anstehenden Ergebnisveröffentlichung 3,78 Prozent auf 12,98 Euro (750.728 Stück). OMV sanken um 2,84 Prozent auf 40,65 Euro (544.613 Stück). Hingegen legten voestalpine gegen den Trend um 1,00 Prozent auf 35,25 Euro (925.504 Stück) zu.

Gut in Form zeigten sich erneut A-Tec mit einem Kursanstieg um 3,72 Prozent auf 58,50 Euro (23.168 Stück). Der Industriekonzern hat im ersten Halbjahr Umsatz und Nettoüberschuss kräftiger als erwartet gesteigert.

Mayr-Melnhof unter Druck

Mayr-Melnhof musste in den ersten sechs Monaten wie erwartet einen leichten Ergebnisrückgang hinnehmen. Die Aktien des Kartonherstellers fielen um 3,31 Prozent auf 52,06 Euro (57.837 Stück). Pankl brachen nach Zahlen um 7,45 Prozent auf 28,32 Euro (3.155 Stück) ein.

Freundlich mit plus 0,64 Prozent auf 48,86 Euro (163.399 Stück) zeigten sich die Titel des Verbund. Die RCB hat das Anlagevotum für den Versorger von "hold" auf "buy" und das Kursziel von 51 auf 55 Euro nach oben gesetzt.

 

Die zehn größten Kursgewinner

1. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG +6,35 Prozent
2. A-TEC INDUSTRIES AG +3,72 Prozent
3. KAPSCH TRAFFICCOM AG +2,64 Prozent
4. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG +1,71 Prozent
5. VOESTALPINE AG +1,00 Prozent
6. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG +0,76 Prozent
7. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A +0,64 Prozent
8. BENE AG +0,51 Prozent
9. VOLKSBANK VORARLBERG PS +0,04 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

1. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG -9,89 Prozent
2. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -7,65 Prozent
3. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -7,25 Prozent
4. CA IMMO INTERNATIONAL AG -6,42 Prozent
5. ERSTE GROUP BANK AG -6,29 Prozent
6. WIENERBERGER AG -6,12 Prozent
7. MASCHINENFABRIK HEID AG -5,33 Prozent
8. SW UMWELTTECHNIK AG -4,97 Prozent
9. STRABAG SE -4,90 Prozent
10. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG -4,06 Prozent (APA)

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