Pankl senkt Jahresprognose

19. August 2008, 09:19
posten

Ergebnis des heimischen Rennsport- und Luftfahrtausrüsters von Sonderfaktoren gedrückt, Rückgang um 18,6 Prozent

Wien - Die börsenotierte steirische Pankl-Gruppe hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 (per 30. September) beim Ergebnis einen Rückgang um 18,6 Prozent auf 5,03 (nach 6,18) Mio. Euro hinnehmen müssen. Sonderbelastungen in Höhe von 700.000 Euro hätten die Entwicklung des operativen Betriebsergebnisses im dritten Quartal negativ beeinflusst, teilte Pankl heute, Dienstag, ad hoc mit. Das operative EBIT (nach Sonderbelastungen) fiel mit 7,41 (7,95) Mio. Euro um 6,8 Prozent ebenfalls schwächer aus. Es handelte sich dennoch um das zweitbeste operative Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 80,67 (78) Mio. Euro.

Erwartungen zurückgeschraubt

Zugleich nimmt das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr zurück: Das Betriebsergebnis EBIT werde "operativ erfreulich" sein, jedoch unter dem Rekordniveau des Vorjahres liegen, teilte Pankl mit. Als Grund dafür werden die Auswirkungen der Sonderbelastungen im dritten Quartal sowie eine moderate Umsatzentwicklung beider Segmente - Racing und Luftfahrt - im zweiten Halbjahr 2007/08 genannt. Bisher waren weitere Ergebnisverbesserungen in Aussicht gestellt worden. Der Umsatz soll um 5 Prozent steigen - und nicht wie bisher angekündigt um 10 Prozent.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres wird eine Fortsetzung des Trends im dritten Quartal erwartet. Das Segment Racing/High Performance sei weiterhin von einer starken Nachfrage nach Antriebskomponenten und einer weiterhin verhaltenen Entwicklung im Motorkomponentenbereich geprägt. Im Segment Aerospace rechnet Pankl mit einer abflachenden Nachfrage gegenüber den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres.

Übersiedlungs-Kosten

Die Sonderbelastungen seien zurückzuführen auf Anlaufkosten im Zuge der Übersiedlung der slowakischen Tochterfirma Pankl Slovakia an den neuen Standort in Topolcany. Weiters hätten Verlagerungen der Serienpleuelfertigung für High-Performance-Autos vom steirischen Bruck an der Mur nach Topolcany das Quartalsergebnis der Gruppe einmalig belastet. Ohne Berücksichtigung dieser Sonderbelastungen stieg das operative Betriebsergebnis in den ersten drei Quartalen geringfügig um 100.000 Euro auf 8,1 Mio. Euro.

Der Bereich Racing/High Performance steuerte 80 Prozent zum Umsatz bei, aus dem Bereich Aerospace kamen die restlichen 20 Prozent. Ungünstig auf die Umsatzentwicklung im dritten Quartal 2007/08 ausgewirkt hätten sich Verzögerungen beim neuen Werk in der Slowakei, Lieferprobleme von Vorlieferanten sowie Auftragsverschiebungen im Segment Aerospace. Dazu komme ein "anhaltend schwieriges Marktumfeld im Bereich Motorkomponenten/Racing".

Leichter Umsatz-Rückgang in der Racing-Division

Der Umsatz der Division Racing/High Performance bei Pankl belief sich in den ersten drei Quartalen auf 64,3 (9M 2006/07: 65,2) Mio. Euro. Trotz einer anhaltend starken Nachfrage nach Antriebskomponenten konnte diese den Rückgang im Bereich Motorkomponenten nicht zur Gänze kompensieren. Das EBIT verringerte sich auf Grund einmaliger Sonderbelastungen der slowakischen Tochterfirma Pankl Slovakia in Höhe von rund 700.000 Euro auf 6,1 Mio. Euro nach 7,8 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge liegt aber mit 9,6 Prozent nach wie vor auf konstant hohem Niveau.

Sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig setzte sich die positive Entwicklung im Segment Aerospace fort. Der Umsatz konnte in den ersten neun Monaten um 28 Prozent auf 16,4 Mio. Euro gesteigert werden. Das EBIT erhöhte sich im Vergleichszeitraum von 140.000 Euro auf 1,262 Mio. Euro. Die EBIT-Marge betrug 7,7 Prozent nach 1,1 Prozent im Vorjahr. Lieferverzögerungen einzelner Vorlieferanten sowie die Verschiebung von zwei Kundenaufträgen hätten sich auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung im dritten Quartal nachteilig ausgewirkt, heißt es in der Mitteilung. (APA)

Share if you care.