Anwalt des mutmaßlichen Mitwissers bestreitet Kontakt

18. August 2008, 17:51
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Die Vorwürfe seien laut Anwalt "unrichtig und resultieren aus Missverständnissen"

Der Anwalt des 45-jährigen Verdächtigen hat sich gegen eine Vorverurteilung ausgesprochen. Der 45-Jährige habe eine Woche vor der Tat und während der Flucht von Josef B. "keinen Kontakt" zu dem 66-Jährigen gehabt, so der Jurist zur APA. Der Mann, der vergangenen Freitag in Untersuchungshaft genommen wurde, steht unter Verdacht, von dem Vierfachmord in Strasshof (Bezirk Gänserndorf) gewusst zu haben.

Er soll nach dem Verbrechen Kontakt zu dem mutmaßlichen Täter Josef B. gehabt haben. Die Vorwürfe gegen den Angehörigen von Josef B. seien "unrichtig und resultieren aus Missverständnissen". Sein Mandant "hat von der Tat nichts gewusst", so der Anwalt im APA-Gespräch.

Mutmaßliche Erpressungsversuche

Josef B. habe während seiner Flucht SMS an den 45-Jährigen gesendet. Diese habe der Mann aber nicht bekommen, da das Handy, an welches die mobilen Nachrichten geschickt wurden, nicht aktiv gewesen sei. Danach habe der 66-Jährige zwei Briefe an den Verdächtigen geschickt, in denen er 150.000 bzw. 170.000 Euro von dem Angehörigen erpressen wollte, so der Jurist. Die beiden Schreiben habe sein Mandant der Polizei vorgelegt.

Der Anwalt erläuterte, dass der 45-Jährige und Josef B. vor etwa zehn Jahren geschäftlich einmal zusammengearbeitet hätten. Danach sei der Kontakt über Jahre hinweg abgerissen. Drei Wochen vor dem Verbrechen sei dieser über ein Zivilverfahren im Familienkreis wieder zu Stande gekommen, so der Jurist. 14 Tage später, also eine Woche vor dem Vierfachmord in Strasshof, sei der Kontakt aber wieder abgebrochen worden.

Der Jurist gab sich zuversichtlich, dass sich "die Missverständnisse aufklären". Die Untersuchungshaft gegen den 45-Jährigen war am Sonntag verhängt worden. Der Anwalt werde binnen der 14-tägigen Frist Enthaftung beantragen. (APA)

 

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