Molterer vertröstet Krankenkassen

18. August 2008, 17:17
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"Aufgabe der nächsten Regierung" - "Keine Sanierung ohne strukturelle Reformen"

Wien - Vizekanzler Wilhelm Molterer (VP) hat am Montag dem Verlangen der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), nach einer Finanzspitze noch durch die scheidende Regierung eine Absage erteilt: "Das ist eine Aufgabe für die nächste Regierung", sagte Molterer bei den Reformgesprächen in Alpbach. Man könne die Verhandlungen über die Krankenkassenreform "nicht über's Knie brechen", denn ohne strukturelle Reformen könnten die Kassen nicht saniert werden.

"Grundsätzlich verschließe ich mich nicht der Notwendigkeit, dass auch der Steuerzahler seinen Beitrag leistet", sagte Molterer, meinte aber in Richtung Franz Bittner, dem Obmann der WGKK, dass das das Problem in der gegenwärtigen Form nicht entstanden wäre, wenn die Wiener "rechtzeitig gehandelt hätten, wie dies andere höchst erfolgreich getan haben".

Im Sommer war die Übernahme eines Teils der Krankenkassen-Schulden in Höhe von 450 Mio. Euro politisch gescheitert. (APA)

 

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