Über 2.000 Skelette bei Grabungen in Berlin entdeckt

18. August 2008, 16:45
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Gebeine gehören zu Gräbern rund um die einstige vor 700 Jahren errichtete Petrikirche - Archäologische Fenster geplant

Berlin - Archäologen haben bei Ausgrabungen in Berlins Mitte die Überreste von mehr als 2.000 Menschen entdeckt. Die Gebeine gehören zu Gräbern rund um die einstige Petrikirche, die vor 700 Jahren errichtet wurde. Der Nachfolgebau mit seinem 111 Meter hohen Turm war lange Zeit das höchste Gebäude der Stadt. Die DDR riss die im Krieg beschädigte Kirche 1964 ab.

Berlins Keimzelle

Der Fundort in der Nähe des Schlossplatzes sei Teil der mittelalterlichen Keimzelle der späteren Stadt Berlin, sagte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Montag. Die Ruine gehöre zu den frühesten Zeugnissen der Stadtgeschichte und soll für Besucher zugänglich werden.

In vielen der 2000 Gräber seien die Reste von mehreren Menschen gelegen, sagte die Archäologin Claudia Melischs. Die Knochen sollen nun systematisch analysiert werden, um weitere Erkenntnisse über die Zusammensetzung der mittelalterlichen Bevölkerung zu gewinnen. Außerdem solle ein würdiger Ort für die Bestattung gefunden werden.

Archäologische Fenster geplant

Die archäologischen Spuren sollen so weit wie möglich erhalten werden und in die Gestaltung des Platzes einbezogen werden, sagte Lüscher. Rund um die Petrikirche sollen neue Gebäude entstehen, der Wettbewerb wird nach den Ausgrabungen Ende 2009 ausgeschrieben. Sogenannte Archäologische Fenster sollen an verschiedenen Orten der Stadt Einblick in die Frühgeschichte Berlins geben. (APA/dpa)

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