"Frankfurter Rundschau" rudert halb zurück

18. August 2008, 16:14
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Entschuldigungsbrief an Faymann sieht "deutsch-österreichisches Missverständnis"

Der Wahlkampf in Österreich lässt offenbar auch bei deutschen Medien die Telefone heiß laufen: Die "Frankfurter Rundschau" (FR) hat am Montag ihr Interview mit SPÖ-Chef Werner Faymann relativiert. "Es tut uns leid, dass wir in der österreichischen Öffentlichkeit zu Verwirrung um Ihre Haltung beigetragen haben", heißt es in einem der APA vorliegenden Schreiben des Innenpolitik-Chefs der Zeitung an Faymann.

Faymann hatte in der FR gemeint, dass die Duldung einer allfälligen Minderheitsregierung durch die FPÖ nicht zu verhindern sei, er aber keinesfalls eine "vereinbarten Tolerierung" wolle. Daraus hatte die Zeitung geschlossen, für Faymann sei "eine Zusammenarbeit mit Rechtsparteien nicht tabu". Nun rudert man in Frankfurt zurück: "Nicht tabu" sei "kein treffender Schluss" gewesen, schließlich habe Faymann ja eine Tolerierung verneint. "Vielleicht handelt es sich ja um ein typisches deutsch-österreichisches Missverständnis", heißt es weiter: In Deutschland sei "Tolerierung ein fester Begriff, unter dem sich jeder dasselbe vorstellt". (APA)

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