Gemeindebundpräsident sieht "zornrot"

18. August 2008, 16:07
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Mödlhammer bezeichnet Vorstoß um Gratiskindergarten als "bodenlose Forderung, ohne zu sagen, wer das bezahlen soll"

Wien  - Erzürnt ist man beim Gemeindebund über jüngste Vorstöße der Großparteien für ein Gratis-Kindergartenjahr. Derartige "bodenlose Forderungen", die die Gemeinden betreffen, "ohne jedoch zu sagen, wer das bezahlen soll", trieben den Gemeinde-Vertretern "die Zornesröte ins Gesicht", empörte sich Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer in einem Interview mit der Wiener Zeitung (Dienstag-Ausgabe). Er bezeichnete das Vorgehen als "schlichtweg unseriös". Die Finanzlage der Gemeinden sei dank der guten Konjunktur derzeit "ok", räumte Mödlhammer ein.

30 Millionen Euro zusätzlich

Die Kosten für ein kostenloses Kindergartenjahr bezifferte der Gemeindebund-Chef mit zusätzlichen 30 Millionen Euro jährlich nur für die Vormittagsbetreuung. Den Aufwand für entsprechende Ganztagsplätze schätzt er auf "wesentlich mehr", nämlich 70 Millionen. Begründung: In einigen Ländern ist der Vormittag jetzt schon gratis, für den Nachmittag muss man aber bezahlen. (APA)

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    Als "schlichtweg unseriös" bezeichnet Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer das ÖVP-SPÖ-Wahlzuckerl "Gratiskindergartenjahr".

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