Treffen von Sharon und Mitzna blieb unkonkret

21. Februar 2003, 16:03
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Chancen einer großen Koalition zwischen Likud und Arbeitspartei wird nun gering eingestuft - Neues Gespräch am Samstag

Tel Aviv - Ein als "entscheidend" eingestuftes Gespräch des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon mit Oppositionsführer Amram Mitzna über die Möglichkeit einer großen Koalition ist am Freitag ohne Vereinbarung zu Ende gegangen. Israelische Medien berichteten, beide Politiker wollten sich am Samstagabend wieder treffen.

Ergebnisloses Treffen

Ein Sprecher Mitznas sagte, das vierstündige Gespräch sei "in angenehmer Atmosphäre, jedoch ohne konkrete Ergebnisse" verlaufen. Beide Seiten schätzen die Chancen einer großen Koalition zwischen Sharons rechtem Likud und Mitznas Arbeitspartei als sehr gering ein. Nach dem überragenden Wahlsieg Sharons am 28. Jänner hatte Mizna sein Wahlversprechen bekräftigt, seine Partei werde keine Koalition mit dem Likud eingehen.

Chancen für Rechtskoalition steigen

Die Chancen für eine Koalition der rechten Parteien stieg unterdessen, nachdem sich die bürgerliche Shinui-Fraktion und die national-religiöse NRP in mehreren Schlüsselfragen einigen konnten. Beide Seiten vereinbarten unter anderem eine neue Gesetzgebung über die Frage des Militärdienstes jüdischer Religionsstudenten. Die mit 15 von 120 Parlamentssitzen drittstärkste Fraktion Shinui, die für eine strikte Trennung von Staat und Religion eintritt, hatte sich zunächst geweigert, eine Koalition mit religiösen Parteien zu bilden. (APA/dpa)

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