Mehrere tausend US-Soldaten auf den Philippinen

21. Februar 2003, 15:54
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Diesmal keine "Trainingsmission" sondern Kampfeinsatz gegen Abu-Sayyaf-Rebellen

Washington - Die USA schicken mehr als 3.000 Soldaten auf die Philippinen, um die Abu-Sayyaf-Rebellen auszuschalten. Die Vorhut werde bereits in den nächsten Tagen eintreffen, berichteten US-Medien am Freitag unter Berufung auf Pentagon-Beamte. Anders als vor einem halben Jahr, als 1.300 US-Militärs nach offiziellen Angaben in einer "Trainingsmission" an Aktionen gegen die etwa 250 Aufständischen teilnahmen, wird diesmal von einem zeitlich unbegrenzten Kampfeinsatz gesprochen.

Nach Informationen der "Washington Post" sollen zunächst 350 Angehörige von Spezialkommandos auf der Insel Jolo im Süden der Philippinen eintreffen. Rund 400 Soldaten sollen in Zamboanga auf Mindanao Stellung beziehen. Zusätzlich sollen zwei Schiffe mit 1.000 Marineinfanteristen und 1300 Mann Besatzung von Japan nach Jolo auslaufen. Sie verfügen über Kobra-Hubschrauber und Harrier-Flugzeuge.

Die philippinische Verfassung verbietet den Einsatz ausländischer Truppen bei Kampfeinsätzen. Die US-Soldaten sollen den Berichten zufolge daher als Unterstützungskräfte unter philippinischem Oberbefehl deklariert werden. (APA/dpa)

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    US Marines bei einer Tariningsbasis im Süden Manilas (18.2.) - jetzt kommen weitere US-Soldaten auf die Philippinen, allerdings nicht zu Trainingszwecken.

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