Österreich holt bei E-Government auf

21. Februar 2003, 14:38
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Heimisches Angebot im europäischen Mittelfeld

Nach einer Studie des Unternehmensberater Cap Gemini Ernst & Young (CGEY) liegt Österreich mit seinem E-Government-Angebot im eurpäischen Mittelfeld. Dabei verbesserte sich Österreich gegenüber der letzten Erhebung um zwei Plätze auf Rang 11, fünf Plätze vor Deutschland. Die Studie wurde im Rahmen des eEurope-Programms der EU erhoben und wurde bereits zum dritten Mal durchgeführt. Dabei wurden die Internet Angebote von 10.596 Behörden aus allen EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, Islands und der Schweiz analysiert.

Einteilung

CGEY teilte für die Studie die Verwaltung in die vier Bereiche einnahmengenerierende Dienste, Registrierdienste, Leistungen für Bürger und Unternehmen sowie Genehmigungen und Konzessionen. "Entgegen dem allgemeinen Trend, dass die Dienste, die Staatseinnahmen sichern, am weitesten entwickelt sind, zeigt sich Österreich bei der Einkommen-, Umsatz- und Körperschaftssteuer eher im letzten Drittel", Jürgen Tiefenbacher, Experte im Bereich Öffentliche Verwaltung bei CPEG Wien. Dafür sind die einheimischen Behörden in den Bereichen persönliche Dokumente, Arbeitsplatzvermittlung, Gewerbeanmeldung und Datenübermittlung an Statistik-Ämter im Spitzenfeld. Bei gesundheitsbezogenen Diensten sowie persönlichen Dokumenten erreicht das heimische Online-Angebot Platz Vier. Gemessen wurden die verschiedenen Ebenen der Beziehung der öffentlichen Verwaltung zu Bürgern und Unternehmen. Dabei reicht die Spanne von der bloßen Bereitstellung von Informationen bis hin zur voll elektronischen Fallabwicklung.

Präsenz

Europaweit haben 86 Prozent aller Behörden eine eigene Internetseite. Die Spitzenplätze beim Angebot von Internetseiten und Services für die Bürgern nehmen die Staaten Schweden und Irland ein. Beim jährlichen Wachstum des Angebotes erreicht Österreich immerhin den fünften Platz. Hier führen die Schweiz, Dänemark und die Niederlande. In fast allen Staaten sind dabei Dienste für Unternehmen weiter entwickelt als für den einzelnen Bürger. Während das Informationsangebot rasch ausgebaut wird, fiel die Weiterentwicklung der Online-Dienste allerdings nach Einschätzung von CGEY zuletzt etwas zurück. Im gesamteuropäischen Durchschnitt beträgt die "Online-Fähigkeit" der öffentlichen Verwaltung rund 60 Prozent. Bei einer Rate von 100 Prozent könnten theoretisch alle Informations- und Serviceleistungen über das Internet abgewickelt werden. (pte)

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