Dänische Qualitätszeitung "Berlingske Tidende" mit hohen Verlusten

21. Februar 2003, 14:32
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Stellenanzeigen eingebrochen

Der dänische Zeitungskonzern Berlingske Officin mit der Kopenhagener Traditionszeitung "Berlingske Tidende" hat im vergangenen Jahr einen Vorsteuerverlust von 327 Mio. Kronen (44 Mio. Euro) erwirtschaftet. Vor allem das Minus von 90 Mio. Kronen (12,11 Mio. Euro) für "Berlingske Tidende" als Folge massiver Anzeigenverluste wurde von Beobachtern in der dänischen Hauptstadt als bedrohlich eingeschätzt.

Massiven Einnahmeverluste bei Stellenanzeigen

Berlingske gehört zum norwegischen Multikonzern Orkla, der bei der Übernahme des Zeitungsunternehmens eine Rendite von 15 Prozent als Ziel seines Engagements genannt hatte. 2001 hatte Berlingske Officin einen Ertrag von 1 Mio. Kronen bei 3,2 Mrd. Kronen Umsatz eingefahren.

Die Zeitung selbst machte in ihrer Freitagausgabe die massiven Einnahmeverluste bei Stellenanzeigen als wichtigsten Grund für die hohen Verluste aus. Das Blatt verlor 2002 aber auch an Auflage. Die auf dem überregionalen dänischen Zeitungsmarkt ebenfalls mit Verlusten kämpfenden Konkurrenten "Politiken" und "Jyllands-Posten" hatten im vergangenen Jahr die Zusammenlegung aller Aktivitäten mit Ausnahme der Zeitungsredaktionen beschossen. (APA)

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