Politologe: Beziehungen Kosovo-Staatengemeinschaft nicht belastet

21. Februar 2003, 13:24
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Demokratische Partei des Kosovo erkennt Zuständigkeit des UNO-Tribunals an

Belgrad/Pristina - Der kosovarische Poiltologe Skelzen Maliqi erwartet nicht, dass die Festnahme von vier einstigen Angehörigen der albanischen "Befreiungsarmee für den Kosovo" (UCK), zur Verschlechterung der Beziehungen der Kosovo-Albaner zur internationalen Staatengemeinschaft führen dürfte. Die vier Männer sind vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag angeklagt. Die ersten Reaktionen im Kosovo auf die Festnahmen seien weniger heftig als im Vorjahr gewesen, stellte Maliqi gegenüber dem Belgrader Sender "B-92" fest. Damals waren ebenfalls einige UCK-Angehörige verhaftet worden, gegen die Prozesse im Kosovo geführt wurden.

Der Ministerpräsident der Kosovo-Regierung, Bajram Rexhepi, kündigte laut Medienberichten an, dass seine Regierung eine Sicherheitsgarantie für den angeklagten Spitzenfunktionär der Demokratischen Partei des Kosovo, Fatmir Limaj, ausstellen wolle. Das soll seine Freilassung bis zum Prozessbeginn sichern. Rexhepi hatte am Donnerstag im Dorf Banja bei Malisevo (Malishevo) die Familie Limajs besucht.

Besorgnis bei Demokratischer Partei des Kosovo: Festnahme aufgrund von Verleumdungen

Die Demokratische Partei des Kosovo zeigte sich in einer Aussendung wegen der Festnahme des einstigen UCK-Angehörigen besorgt. Limaj sei auf Grund von Verleumdungen festgenommen worden, hieß es aus der Partei von Hashim Thaci. Mit einer Sonderaussendung wurde seitens der Partei andererseits auch die Zuständigkeit des UNO-Tribunals anerkannt.

Anhänger der verhafteten UCK-Angehörigen hatten in der Kosovo-Kleinstadt Malishevo am Donnerstag die Freilassung der Festgenommenen gefordert. Limaj sei kein Verbrecher sondern ein Befreier, lautete eine der Parolen. In der Kosovo-Hauptstadt Pristina gab es bisher keine Proteste. (APA)

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