Chef der Arabischen Liga: Vom Irak geht keine Gefahr für Nahen Osten aus

21. Februar 2003, 13:20
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Mussa wendet sich gegen Angriffspläne der USA und warnt vor Destabilisierung

Madrid - Vom Irak geht nach Einschätzung des Generalsekretärs der Arabischen Liga, Amr Mussa, keine Gefahr für die Sicherheit im Nahen Osten aus. "Wir glauben nicht, dass (der irakische Präsident) Saddam Hussein jetzt stark genug ist, die Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten zu gefährden", sagte Mussa in einem am Freitag veröffentlichten Interview der spanischen Zeitung "El Pais". Er wandte sich damit gegen Pläne der USA, den Irak anzugreifen, sollte das Land nicht die Abrüstungsforderungen der UNO erfüllen. Es bestehe die Gefahr, dass ein Krieg in der Region Unruhe, Gewalt und in der gesamten Welt den Terrorismus fördere, sagte Mussa.

Die 22 Mitglieder der Arabischen Liga haben sich zwar gegen einen Irak-Krieg ausgesprochen. Einige Staaten wie Kuwait, Bahrain und Saudiarabien beherbergen jedoch US-Truppen, die bei einem Krieg voraussichtlich zum Einsatz kämen.(APA/Reuters)

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