Neue Apartheid-Klage soll Erfolgschancen für Entschädigung verbessern

21. Februar 2003, 12:33
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Die gleichen sieben Banken und zwölf Konzerne unter den Beklagten

Basel/New York - Mit einer neuen Klage sollen die Erfolgschancen für eine Entschädigung von Apartheid-Opfern in Südafrika auf eine Entschädigung verbessert werden. Die Klage sollte noch am Freitagnachmittag in New York eingereicht werden, wie die Kampagne für Entschuldung und Entschädigung in Basel mitteilte. Die Klage der US-Anwaltskanzlei Finkelstein, Thompson und Loughran richte sich wie jene des US-Anwalts Michael Hausfeld vom 11. November gegen die gleichen sieben Banken und zwölf internationalen Konzerne aus der Schweiz, Deutschland, Großbritannien, den USA, den Niederlanden und Frankreich.

Unter den Beklagten sind wiederum die beiden Großbanken CS Group und UBS und als Nachfolgefirma von Bührle die deutsche Rheinmetall.

Die neue Klage verstärke noch einmal das Gewicht der Hausfeld-Klage und signalisiere eine wachsende positive Einschätzung der Erfolgschancen der Entschädigungsklage, heißt es weiter. Die sechs Klägerinnen und Kläger kämen nicht aus dem direkten Umfeld der Kulumani Support Group, der Selbsthilfeorganisation von Überlebenden der Apartheid. Damit werde der Kreis der Kläger ausgeweitet. Die Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im Südlichen Afrika wertet dies als Indiz, dass die Akzeptanz der Hausfeld-Klage bei den direkt Betroffenen wachse.

Der Dachverband von Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften, die Jubilee South Africa, begrüßte die neue Klage in einer Mitteilung. Die Opfer der Apartheid müssten zu ihrem Recht kommen. Die internationalen Banken und Unternehmungen, welche die Apartheid unterstützt hätten, sollten endlich öffentlich dafür Verantwortung übernehmen.(APA/AP)

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