CLC lässt Bekanntgabe vorläufiger Zahlen für 2002 ausfallen

21. Februar 2003, 11:55
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Wegen Aufarbeitung der Camelot-Insolvenz - Vorjahrsdaten des Callcenter-Betreibers möglicherweise erst Ende April

Der 2002 mit massiven Verlusten konfrontierte börsennotierte Linzer Callcenter-Betreiber CLC, den das Schweizer Finanzhaus BlueBull kurz vor Weihnachten mehrheitlich übernommen hat, lässt die für heute, Freitag, avisierte Bekanntgabe genauerer vorläufiger Zahlen für das Vorjahr ausfallen. Begründet wird dies mit der Aufarbeitung der seit Dezember laufenden Insolvenz der Münchner Tochter Camelot.

Verspätet

Möglicherweise werde CLC erst Ende April Zahlen für 2002 bekannt geben, hieß es am Freitag, dann aber bereits die endgültigen. Derzeit müsse man für die Erstellung des Jahresabschlusses noch den weiteren Fortgang im Camelot-Insolvenzverfahren abwarten, insbesondere die Aufschlüsselung der an die deutsche Tochter gerichteten Forderungen durch den Insolvenzverwalter.

Am 13. Jänner d.J. hatte die CLC AG unmittelbar nach ihrer außerordentlichen Hauptversammlung einen Megaverlust von voraussichtlich 25 Millionen Euro für 2002 avisiert, wovon ein Großteil auf Wertberichtigungen entfalle. Zugesetzt hat der durch die Telefonauskunft "11 88 99" bekannten CLC vor allem die 2001 übernommene deutsche Camelot tele.communication.online AG, die allerdings Mitte Dezember 2002 ein Insolvenzverfahren beantragt hat. Allein hier seien rund 11 Millione Euro abzuschreiben, hatte es im Jänner geheißen.

Infos

Bei der ao. HV waren die CLC-Aktionäre gemäß § 83 Aktiengesetz über einen Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals informiert worden. Die Übernahme von 53 Prozent an CLC hatten die BlueBull-Aktionäre erst am Montag dieser Woche in einer außerordentlichen Generalversammlung abgesegnet. Die an der Wiener Börse gelisteten CLC-Aktien notierten zuletzt bei 60 Euro-Cent. (APA)

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