AWACS - Technisch hochgerüstete Spezial-Flugzeuge

21. Februar 2003, 12:00
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Hamburg - Die NATO verfügt seit 1982 mit technisch hoch gerüsteten Spezial-Flugzeugen über ein raffiniertes Aufklärungs- und Frühwarnsystem: das Airborne Early Warning And Control System AWACS. Die 18 Maschinen umfassende Einheit wurde schon im Golf-Krieg 1991 und in Bosnien eingesetzt. Das Hauptquartier liegt in Geilenkirchen bei Aachen. Die Besatzungen bestehen aus Soldaten von zwölf Nationen, ein Drittel von ihnen sind Deutsche.

Weitere Basen hat der AWACS-Verband in Norwegen, Italien, Griechenland und der Türkei. Seit 1992 gibt es im englischen Waddington einen mit sieben Maschinen ausgerüsteten zweiten operativen Frühwarnverband, dem nur britische Soldaten angehören.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatten die USA die AWACS-Maschinen auch zur Überwachung des US-Luftraums beantragt. Sieben Flugzeuge waren in den USA von Oktober 2001 bis Mai 2002 im Einsatz.

Die als "Ausguck" der Allianz geltenden Maschinen der Frühwarnflotte zeichnen sich äußerlich vor allem durch ihren pilzköpfigen Radaraufbau aus. Mit diesem rotierenden Riesenauge können bis zu 400 hoch- wie tief fliegende Flugzeuge sowie Schiffe in einem Umkreis bis zu 500 Kilometern geortet, identifiziert und an Bodenstationen und NATO-Kommandobehörden weitergemeldet werden.

Die AWACS-Maschinen - eine Spezial-Version der Boeing 707 - sind mit bis zu 16 Computer- und Radarspezialisten verschiedener Nationen besetzt. Sie fliegen in Höhen bis zu 9000 Meter, sind etwa 850 Stundenkilometer schnell und können ohne aufzutanken mehr als acht Stunden in der Luft bleiben.(APA/dpa)

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