Ilma Rakusa erhält Adelbert-von-Chamisso-Preis

23. Februar 2003, 21:09
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Auszeichnung der Robert-Bosch-Stiftung ist mit 15.000 Euro dotiert

München - Die Schweizer Schriftstellerin und Übersetzerin Ilma Rakusa ist am Donnerstag in München mit dem diesjährigen Adelbert-von-Chamisso-Preis geehrt worden. Die Auszeichnung der Stuttgarter Robert-Bosch-Stiftung ist mit 15.000 Euro dotiert und wurde der Autorin vor allem in Würdigung ihrer Gedicht- und Erzählbände zuerkannt.

Die 1946 in der Ostslowakei geborene Schriftstellerin wuchs in Budapest, Zürich, Paris und Leningrad auf. Sie schrieb über russische und französische Literatur und legte Übersetzungen unter anderem aus dem Serbokroatischen und Ungarischen vor. Seit 1977 veröffentlichte sie auch eigene Gedicht- und Erzählbände.

Förderpreise in Höhe von jeweils 7.000 Euro erhielten der aus dem Irak stammende und seit 1980 in Deutschland lebende Schriftsteller Hussain Al-Mozany ("Mansur oder Der Duft des Abendlandes") und die im ehemaligen Jugoslawien geborene und in Deutschland aufgewachsene Autorin Marica Bodrozic ("Tito ist tot").

Mit dem Chamisso-Preis ehrt die Bosch-Stiftung seit 1985 das deutschsprachige literarische Werk von Autoren, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.(APA/dpa)

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