China: Ausspucken verboten

21. Februar 2003, 12:36
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Gesetze und neue Formeln sollen das klebrige Problem von zwei Milliarden Kaugummi-Streifen im Jahr lösen

Peking - Acht Forschungseinrichtungen wollen sich an der Bekämpfung eines klebrigen Problems in China beteiligen: Sie möchten nach einer Flüssigkeit suchen, mit der Kaugummireste leichter zu entfernen sind. Und da das keine Kleinigkeit in einem Land ist, in dem jährlich zwei Milliarden Kaugummi-Streifen verbraucht werden, ist auch das Ministerium für Wissenschaft und Technologie eingeschaltet.

Das mit einer Millionen Yuan (rund 111.000 Euro) ausgestattete Projekt soll ein spezielles Lösungsmittel entwickeln, wie die Zeitung "China Daily" am Freitag berichtete. Vergangenes Jahr mussten nach dem Nationalfeiertag allein vom Platz des Himmlischen Friedens in Peking 600.000 Kaugummireste entfernt werden. Im vergangenen November trat ein neues Gesetz in Kraft, das das Ausspucken der Klebmasse in der Öffentlichkeit mit einer Geldstrafe bis zu 50 Yuan (etwa 5,5 Euro) ahndet. (APA)

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