Der Roki-Tunnel - Schlüsselstelle im Georgien-Konflikt

Einzige ganzjährig befahrbare Verbindung zwischen Russland und Südossetien

Moskau - Der 3.660 Meter lange Roki-Tunnel ist die einzige ganzjährig befahrbare Verbindung zwischen Russland und der von Georgien abgefallenen Region Südossetien. Auch die russischen Truppen passierten bei ihrem Vormarsch in das Konfliktgebiet den zweispurigen Straßentunnel, der 1985 eröffnet worden war. Auf russischer Seite liegt der Tunnelausgang 2.000 Meter hoch, auf südossetischer Seite 2.100 Meter. Der Roki-Pass überquert den Kaukasus-Hauptkamm in 3.100 Meter Höhe, ist aber nur von Mai bis Oktober befahrbar.

Für Südossetien ist die Tunnel-Maut eine wichtige Einnahmequelle. Georgien beklagte jahrelang, dass Waren und Waffen durch den Tunnel geschmuggelt würden. Die Regierung in Tiflis unterhielt zwar ab 2004 Polizeiposten an der Straße von der südossetischen Hauptstadt Zchinwali zum Roki-Tunnel, hatte aber keine Kontrolle über den Tunnel selbst. Auch der am Montag begonnene Rückzug der russischen Truppen führt durch den Roki-Tunnel. (APA/dpa)

 

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