Mayr-Melnhof: Analysten erwarten Ergebnisrückgang

18. August 2008, 12:32
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Wien - Heimische Analysten erwarten für die am Dienstag anstehenden Halbjahreszahlen des Kartonherstellers Mayr-Melnhof (MM) einen Rückgang des Betriebsergebnisses. Das Unternehmen teilte schon bei der Präsentation der Erstquartalszahlen mit, dass das Halbjahresergebnis knapp unter dem Vorjahr liegen dürfte. Somit seien auch keine Überraschungen zu erwarten, sind sich die Spezialisten einig.

In einer Konsensschätzung der Raiffeisen Centrobank (RCB), der UniCredit und der Erste Bank prognostizieren die Experten einen Anstieg der Umsätze um 6,1 Prozent von 837,2 auf 887,9 Mio. Euro. Die Umsatzsteigerung soll trotz des Verkaufs des Altpapierunternehmens Joh. Spiehs sowie der Beteiligungen an der Papyrus-Gruppe und der Parek Papierverwertungs-Gesellschaft im ersten Quartal erreicht werden.

RCB-Analyst Bernd Maurer rechnet durch den Verkauf dieser Altpapieraufbereiter mit einem Umsatzentgang von sechs bis sieben Mio. Euro. Allerdings wirken die Preiserhöhungen des zweiten Halbjahres 2007 noch auf die Umsätze. Dieser Bonus werde im zweiten Halbjahr 2008 naturgemäß wegfallen.

Beim Betriebsergebnis (EBIT) rechnen die Experten im Schnitt mit einem Rückgang um 0,9 Prozent von 85,5 auf 84,7 Mio Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll laut den Analysten von 129,2 auf 124,6 Mio. Euro schrumpfen, ein Minus von 3,6 Prozent. Der Nettogewinn nach Minderheiten wird auf Jahressicht um 6,1 Prozent niedriger bei 54,9 Mio. Euro gesehen. (APA)

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