Schmidt will "offenere Diskussion" zur Verschleierung

18. August 2008, 12:23
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LIF-Spitzenkandidatin sieht in Kopftuch einen "Widerspruch zur offenen Gesellschaft"

Wien - Heide Schmidt, die Spitzenkandidatin des Liberalen Forums bei den Nationalratswahlen, fordert die Eliminierung des Tatbestands Gotteslästerung aus dem Strafgesetzbuch. Schmidt dazu in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Profil": "Ich habe immer die Meinung vertreten, dass ein Blasphemie-Paragraph im Strafrecht nichts verloren hat. Religiöse Gefühle müssen nicht stärker geschützt werden als andere."

Die umstrittenen dänischen Mohammed-Karikaturen waren für Schmidt "im Rahmen unserer Pressefreiheit zulässig. Toleranz kann nicht so weit gehen, dass man dafür Meinungsfreiheit opfert."

Offene Diskussion über Verschleierung

In der Frage der Verschleierung moslemischer Frauen fordert Schmidt im "profil"-Interview eine offenere Diskussion: "Die Frau ist verschleiert, der Mann nicht. Die Frau reduziert sich damit auf ihre Geschlechtlichkeit. Das ist ein Widerspruch zu einer offenen Gesellschaft, zur Gleichwertigkeit von Mann und Frau." Man müsse mit betroffenen Frauen in eine Diskussion eintreten, damit diese darüber nachdenken würden, ihr Kopftuch abzulegen. (red)

 

  • Heide Schmidt möchte Musliminnen über die Diskussion dazu bewegen, über ihre Verschleierung nachzudenken.
    foto: lif/zsolt marton

    Heide Schmidt möchte Musliminnen über die Diskussion dazu bewegen, über ihre Verschleierung nachzudenken.

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