Berlin: Homosexuellen-Mahnmal beschädigt

18. August 2008, 12:02
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Sichtfenster zerschlagen - Politischer Hintergrund "nicht ausgeschlossen" - Homosexuellen-Verbände alarmiert

Berlin - Nur zweieinhalb Monate nach seiner Einweihung ist das Denkmal für in der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen in Berlin beschädigt worden. Ob die Tat einen politischen Hintergrund hat, wird nach Angaben der Polizei von Sonntag weiter geprüft. Unbekannte hatten in der Nacht zu Samstag ein Sichtfenster der Betonstele zerschlagen, durch das eine Kuss-Szene zweier Männer zu erkennen ist. Außerdem wurde ein Bauzaun umgeworfen.

Der laut Polizei erste Vorfall dieser Art löste Kritik und Entsetzen aus. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, nannte die Beschädigung einen "Ausdruck von Menschenverachtung". Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) bezeichnete die Tat als "widerlich und empörend" und rief für Montag abend zu einer Kundgebung an dem Denkmal in unmittelbarer Nähe zum Holocaust-Mahnmal auf. (red)

 

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