Burgenland-Spitzenkandidat: Allgemeine Wehrpflicht "sinnlos"

18. August 2008, 12:01
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Liberales Forum will im Burgenland über vier Prozent - Spitzenkandidat Loidolt fordert Abschaffung des Assistenzeinsatzes

Eisenstadt - Das Liberale Forum (LIF) erhofft sich, bei der Nationalratswahl am 28. September im Burgenland über vier Prozent zu erreichen. Die für ein Antreten notwendigen Unterschriften habe man bereits fast vollständig zusammen, erklärte der David Loidolt, der am Montag als burgenländischer Spitzenkandidat präsentiert wurde, bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Wahlkampfthemen sollen unter anderem die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und des Assistenzeinsatzes sein.

Berufsheer

Die allgemeine Wehrpflicht sei "sinnlos", dabei würden junge Männer nur ihre Zeit "verplempern". "Wir fordern ein Berufsheer und die Integration des Heeres in eine gesamteuropäische Verteidigungsunion", meinte der gebürtige Eisenstädter Loidolt. Zudem soll der Assistenzeinsatz in den Grenzregionen sofort eingestellt werden. Zur Wahrung des Sicherheitsgefühls soll hingegen die Zahl der Polizisten aufgestockt werden.

Die Integration des Bundesheeres in einem europäischen Sicherheitssystem würde die Abschaffung der Neutralität bedeuten, betonte der LIF-Kandidat. Diese sei ohnehin "überholt". Die Neutralität sei kein Sicherheitskonzept, meinte auch LIF-Bundessprecher Alexander Zach. Österreich sollte eine aktive Rolle im gemeinsamen Sicherheitssystem spielen und beispielsweise mit den Gebirgsjägern einen Beitrag leisten. Er sprach sich aber gegen einen NATO-Beitritt aus.

Unterstützungserklärungen "kein Problem"

Der 37-jährige Unternehmer Loidolt werde auch auf der Bundesliste unter den Top-15 kandidieren. Auf dem vierten Platz der Landesliste steht Peter Tauber, Sohn des burgenländischen Landesamtsdirektors Robert Tauber. "Dass wir die Unterstützungserklärungen im Burgenland erreichen, ist kein Problem", so Loidolt. Jetzt werde man sich noch auf die Steiermark konzentrieren. In allen anderen Bundesländern sei die Kandidatur gesichert, erklärte Zach. Das Liberale Forum sei die "einzige Alternative für eine Dreier-Koalition". "Wir sind bereit, auch Regierungsverantwortung zu übernehmen", so Zach. (APA)

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