Schweizer Handel mit schwachem Umsatzplus

18. August 2008, 10:57
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Die Geschäfte des Schweizer Einzelhandels sind im Juni trotz der Fußball-EM deutlich schlechter gelaufen

Neuenburg  - Die Geschäfte des Schweizer Einzelhandels sind im Juni deutlich schlechter gelaufen. Trotz der Fußball-EM "EURO 2008", die in der Schweiz und in Österreich ausgetragen wurde, wuchsen die Umsätze im Juni nominell nur noch um 2 Prozent (real +0,7 Prozent) und damit deutlich schwächer als in den Vormonaten.

Im ersten Halbjahr erzielte der Detailhandel nominal 4,4 Prozent mehr Umsatz, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Teuerungsbereinigt legten die Einzelhandelsumsätze um 2,7 Prozent zu.

Die Abschwächung im Juni ist damit trotz dem Großereignis Fußball-EM deutlich ausgefallen. Im Mai 2008 hatte der Detailhandel noch einen Rekordzuwachs von nominal 9,3 Prozent (real 7,4 Prozent) eingefahren. Die sinkende Konsumentenstimmung hat damit ihre ersten deutlichen Spuren hinterlassen.

Im Juni setzten die Händler von Nahrungsmitteln, Getränken, Tabak und Raucherwaren (+5,8 Prozent) zu sowie Bekleidung und Schuhe (+2,1 Prozent) mehr um. Die übrigen Gruppen mussten hingegen einen Umsatzverlust hinnehmen (-0,9 Prozent).

Die stärkste Umsatzsteigerung gab es bei den Nahrungsmitteln (+6,6 Prozent), bei Getränken (+3,5 Prozent) und bei Gesundheit, Körperpflege und Schönheit (+3 Prozent). Die stärkste Umsatzeinbuße erlitt der Bereich Kultur mit 5,1 Prozent.

Nach Größe der Betriebe aufgeschlüsselt, verbuchten die kleinen Unternehmen (weniger als 15 Vollzeitstellen) die beste Entwicklung. Hier stieg der Umsatz nominal um 3,6 Prozent. Die großen Unternehmen (mehr als 45 Vollzeitstellen) erzielten eine Zunahme von 1,5 Prozent.

Die mittleren Unternehmen (15 bis 45 Vollzeitstellen), die noch im Vormonat eine Umsatzsteigerung von 15 Prozent erzielten, mussten nun im Juni 2008 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von 0,4  Prozent hinnehmen. (APA/sda)

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