Constantia macht im Halbjahr gute Geschäfte

18. August 2008, 13:03
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Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 60 Prozent, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte um 68 Prozent auf 100 Millionen Euro zu

Die börsenotierte Industriegruppe Constantia Packaging ist trotz des schwächeren Marktumfelds zuversichtlich für das laufende und das nächste Geschäftsjahr. Nach der Vorlage starker Ergebnisse im ersten Halbjahr erwartet das Unternehmen auch weiterhin deutliche Steigerungen im Geschäftsvolumen und Ergebnis. "Wir sind sehr wachsam, insgesamt aber mit einem expansivem Grundtenor", erklärte Vorstandssprecher Hanno Bästlein am Montag vor Journalisten in Wien.

Constantia Packaging konzentriere sich laut Bästlein "auf Märkte, in denen aufgrund der Bevölkerungs- und Lebensstandardentwicklung mit nachhaltig wachsendem Bedarf an unseren Produkten gerechnet werden kann". So will das Unternehmen die Präsenz vor allem in Mittel- und Osteuropa sowie in ausgewählten Märkten Asiens sowie Nord-, Mittel- und Südamerikas weiter ausbauen.

In allen drei Geschäftsbereichen - Aluminium, Wellpappe und flexible Verpackungen - sieht Bästlein ein nachhaltiges Marktwachstum von mindestens 4 Prozent. Als Wachstumstreiber sollten sich unter anderem der Infrastruktur-Boom in Asien, zunehmende Transportverpackungen sowie längere Lebenserwartung und kleinere Haushaltsgrößen erweisen, so die Erwartung.

Constantia Packaging bekräftigt die bisherigen Erwartungen für das Gesamtjahr, die einen Umsatz von über 2 Mrd. Euro, ein EBITDA über 280 Mio. Euro, ein EBIT über 175 Mio. Euro und eine Eigenkapitalquote über 30 Prozent vorsehen. In Aussicht gestellt wird eine Dividende von bis zu 30 Prozent.

Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten gegenüber der Vorjahresperiode um 60 Prozent auf 1,08 Mrd. Euro (680,4 Mio. Euro), das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um 68 Prozent auf 100 Mio. Euro (59,5 Mio. Euro) zu. Das EBT belief sich auf 77,9 Mio. Euro nach 54,3 Mio. Euro im Vorjahr. Analog dazu stieg das Konzernergebnis ohne Anteil Minderheitsgesellschafter von 30,5 Mio. Euro auf 46,3 Mio. Euro.

Suche nach weiteren Akquisitionen

Die Packaging-Gruppe halte laufend Ausschau nach weiteren Akquisitionen. Die Kassa ist prall gefüllt, mit einer Eigenkapitalquote von 40 Prozent könnte man 500 bis 600 Mio. Euro für eine Akquisition als "financial fire power" mobil machen. Laufend habe man "fünf und zehn neue Projekte aktiv auf dem Tisch liegen", so Bästlein. Seit 2000 habe man 1,5 Mrd. Euro Umsatz akquiriert "und bis jetzt ist kein Projekt wirklich in die Hose gegangen". Auch mit der im letzten Quartal 2007 übernommenen AMAG ist Bästlein sehr zufrieden.

Erst kürzlich habe man sich gegen den Zukauf eines Unternehmens mit 350 Mo. Euro Umsatz entschieden. Aus Risikogründen. "Es ist auch möglich, dass wir einmal ganz etwas anders machen, wenn es zu uns passt", so Bästlein. Ein neues Geschäftsfeld müsse ein stabiles Wachstum aufweisen.

Die Constantia Packaging-Gruppe versteht sich als führender Spezialist bei Aluminium-Glanzstoffen und hochfesten Produkten für die Sportgeräteindustrie, bei Wellpappe ist man Marktführer in der Region Mittel-, Süd- und Osteuropa. Im ersten Halbjahr beschäftigte die Gruppe durchschnittlich 8.417 Mitarbeiter, das sind um 16 Prozent mehr als vor einem Jahr. (APA)

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