Javascript: Microsoft, Mozilla und Co. legen Streitigkeiten um Zukunft bei

18. August 2008, 11:23
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ECMAScript 4 wird vorerst auf Eis gelegt - Statt dessen evolutionärer Ansatz mit Version 3.1 geplant - Namespace-Support kommt nicht

Eine immer wichtigere Rolle im Web nehmen all die auf der ECMAScript-Spezifikation basierenden Technologien ein: Ob es nun - wie bei den meisten Browsern - Javascript heißt oder JScript bei Microsoft bzw. ActionScript bei Adobe/Flash - die Skript-Fähigkeiten kommen bei einer rasch wachsenden Anzahl von Web-Anwendungen zum Einsatz.

Zukunft

Entsprechend zentral ist auch eine Einigung der großen Unternehmen auf eine einheitliche Ausrichtung der weiteren Entwicklung von ECMAScript, etwas das seit vergangenem Jahr zunehmend in Frage stand: Während vor allem Adobe mit ECMAScript 4 größere Änderungen propagierte - und auch gleich in ActionScript implementierte - forderten andere Hersteller - allen voran Microsoft - einen "evolutionäreren" Ansatz, der nach und nach neue Funktionen einführen soll.

Einigung

Nachdem sich lange Zeit keine Einigung in diesem Streit abzeichnete, ist diese nun doch noch gelungen: Wie Mozilla-Entwickler Brendan Eich berichtet, haben sich nun alle Parteien Ende Juli getroffen und auf eine gemeinsame weitere Vorgangsweise geeinigt. Das Ergebnis: Statt auf ECMAScript 4 will man sich zunächst auf die Version 3.1 konzentrieren, die schrittweise Verbesserungen bringen soll.

Ablehnung

ECMAScript 4 scheint damit fürs erste gestorben zu sein, zwar will man einige der geplanten Verbesserungen nach und nach einführen, andere lehnt man nun aber gemeinsam grundsätzlich für den Einsatz im Web ein. Allen voran die Unterstützung für Namespaces, die auch in späteren Versionen nicht unterstützt werden sollen, wie man herausstreicht. Eine wichtige Aufgabe von ECMAScript 3.1 wird es nun sein, schon bisher in diversen Browsern eingesetzte Funktionen offiziell abzusegnen.

Gemeinsam

Auf diese Vorgangsweise haben sich alle relevanten Unternehmen in diesem Bereich geeinigt, neben Microsoft, Mozilla, Apple, Opera und Google gehört dazu auch Adobe. Trotzdem bleibt abzuwarten, wie sich der letztgenannten Softwarehersteller mit der neuen Situation abfinden wird, immerhin hat man einige der jetzt abgelehnten Erweiterungen bereits in ActionScript implementiert. Auch für das Mozilla-Projekt ergeben sich dadurch wohl Veränderungen, schließlich soll Firefox4/Mozilla 2 maßgeblich auf der ECMAScript-Implementation von Adobe beruhen. (apo)

 

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