Island erhält Leuchtquader als Opernhaus

17. August 2008, 20:45
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Architektenbüro Arkthings gewann Wettbewerb

Reykjavik/Helsinki - Island soll einen leuchtenden Quader als neues Opernhaus bekommen. Am Freitag wurde der Sieger-Entwurf eines Architekturwettbewerbs in der isländischen Hauptstadt Reykjavik vorgestellt. Die Jury bezeichnete den Beitrag des einheimischen Architektenbüros Arkthings als in seiner Einfachheit besonders stilrein. Die Kosten des neuen Opernhauses werden auf rund 25 Mio. Euro geschätzt.

Der Bürgermeister von Kopavogur, wo die neue Oper entstehen soll, Gunnar I. Birgisson, sieht in dem Entwurf gar eine "Akropolis" für seine in unmittelbarer Nähe von Reykjavik gelegenen Stadtgemeinde. Der musikalische Leiter der Isländischen Oper, der Österreicher Kurt Kopecky, freute sich darüber, dass "endlich konkrete Pläne für ein 'richtiges' Opernhaus in Island vorliegen". Kopecky verwies darauf, dass die Opernaufführungen derzeit noch immer in einem umgebauten Kino stattfinden. Dies entspreche nicht den Möglichkeiten der Sänger und Musiker.

Baubeginn für das neue Opernhaus soll im kommenden Jahr sein, die Fertigstellung ist bis ins Jahr 2011 geplant. Die Finanzierung des Baues ist laut Kopecky weitgehend gesichert. Hinsichtlich des künftigen Spielbetriebes gebe es aber noch eine Reihe offener kulturpolitischer Fragen, unter anderem inwieweit sich Staat und Gemeinde an der Finanzierung des ständigen Opernbetriebs beteiligen werden. (APA)

 

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