Selbstmordattentäterin tötet sieben Menschen

17. August 2008, 20:28
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Mit USA verbündete Sunniten als Angriffsziel

Bagdad (APA/AP) - Eine Selbstmordattentäterin hat einen blutigen Anschlag verübt und sieben Menschen mit sich in den Tod gerissen. Der Angriff am Sonntag in Bagdad galt dem stellvertretenden Vorsitzenden einer sunnitischen Gruppierung, die mit den USA zusammenarbeitet - ein sogenannter Erweckungsrat. Neben Faruk al-Obeidi kamen sechs seiner Leibwächter ums Leben, die wie Behörden mitteilten.

Am vergangenen Donnerstag wurden auf einer Straße südlich von Bagdad beim Anschlag einer Selbstmordattentäterin mindestens 18 schiitische Pilger getötet, die sich auf dem Weg zu einem religiösen Fest in Kerbala befanden. Insgesamt 15 weitere Schiiten kamen am Freitag und Samstag bei Autobombenanschlägen ums Leben, als an Busbahnhöfen in Fahrzeuge nach Kerbala einsteigen wollten. In der südirakischen Stadt gedachten hunderttausende Schiiten der Geburt des zwölften Imams Mohammad al-Mahdi, der im zehnten Jahrhundert verschwand und kurz vor dem Jüngsten Gericht wiederkommen soll.

Neben Schiiten nehmen sunnitische Aufständische immer häufiger auch Angehörige ihrer eigenen Religionsgruppe ins Visier, wenn diese den Erweckungsräten angehören. Darin haben sich Sunniten zum Widerstand gegen die Terrororganisation Al-Kaida im Irak zusammengeschlossen.

 

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