Hagelunwetter verursachten 70 Millionen Euro Schäden

17. August 2008, 18:48
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Durch die am Wochenende niedergegangenen Hagelunwetter hat sich die bisherige Schadensbilanz in der Landwirtschaft weiter verschlechtert

Wien/Eisenstadt - Durch die am Wochenende in ganz Österreich, vor allem aber im Burgenland niedergegangenen Hagelunwetter hat sich die bisherige Schadensbilanz in der Landwirtschaft weiter verschlechtert.

"Die Hagelunwetter haben heuer allein im Burgenland über 15 Millionen Euro Schaden in der Landwirtschaft verursacht", so Kurt Weinberger, Generaldirektor der Österreichischen Hagelversicherung. Das Unwetter in der Nacht auf Samstag war über Gebieten niedergegangen, wo Wein, Gemüse, Mais, Sojabohnen und Obst angebaut werden.

Steigende Zahl an Schadensmeldungen

Nach den Aufzeichnungen der Hagelversicherung, einem Spezialinstitut, das Unwetterschäden in der Landwirtschaft versichert, ist die Anzahl der Schadensmeldungen, die aufgrund von Hagelunwettern eingehen, stark im Steigen. Bis Anfang August wurden 16.000 Schadensmeldungen eingereicht, eine Zunahme gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 21 Prozent. Dies ist allerdings auch auf die hohe Versicherungsdichte in der Landwirtschaft zurückzuführen.

Aufgrund der zunehmenden Wetterkapriolen und der Anfälligkeit der Landwirtschaft gegenüber Wetterkatastrophen wurden in den letzten Jahren vermehrt entsprechende Versicherungprodukte abgeschlossen. Allein heuer stieg die versicherte Fläche um fünf Prozent auf 1,217.000 Hektar. Damit sind 84 Prozent der Ackerflächen und 68 Prozent der Weinflächen hagelversichert. Künftig gehe es darum, vermehrt gegen andere Extremereignisse wie Dürre oder Sturm zu versichern, so Weinberger. (ruz, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.8.2008)

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