USA wollen strategische Beziehungen zu Russland überdenken

17. August 2008, 17:18
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Gates: Befürchtung, dass Russland die Richtung geändert hat und wieder in autoritäre Zeiten zurückfällt

Washington - Die USA wollen nach der Invasion Russlands in Georgien ihre strategischen Beziehungen zu Moskau überdenken, wie Verteidigungsminister Robert Gates am Sonntag erklärte. Es gebe Anzeichen dafür, dass Russland in alte autoritäre Zeiten zurückfalle, sagte Gates. Außenministerin Condoleezza Rice warf dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew vor, seine Zusagen im Waffenstillstandsabkommen mit Georgien bisher nicht eingehalten zu haben. "Ich hoffe, er hält diesmal sein Wort", sagte Rice, nachdem Medwedew angekündigt hatte, der Abzug der russischen Truppen werde am Montagmittag beginnen.

Erinnerung an den Kalten Krieg

In Washington wurden durch die Kaukasuskrise Erinnerungen an den Kalten Krieg wach. "Es gibt die ernsthafte Befürchtung, das Russland die Richtung geändert hat und auf dem Weg zurück in die Vergangenheit statt in die Zukunft ist", sagte Gates. Die USA hätten hart daran gearbeitet, Russland in die internationale Gemeinschaft zu bringen. "Wir dachten, sie wären auf dem Weg. Jetzt müssen wir das alles noch einmal überdenken."

Auch Rice sparte nicht mit harten Worten. "Wenn Russland gedacht hat, es könne den georgischen Staat, die demokratischen Institutionen stürzen, dann ist es gescheitert", sagte Rice. Tatsächlich sei die Reputation Russlands als "potenzieller Partner" im internationalen System schwer beschädigt worden. (APA/AP)

 

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