Drei Jamaikanerinnen unter den ersten zwei

17. August 2008, 16:45
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    foto: reuters/sprich

    Shelly-Ann Fraser als erste über der Ziellinie.

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    foto: lecka/getty

    Shelly-Ann Fraser, Kerron Stewart und Sherone Simpson.

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    foto: reuters/paffenbach

    Weltrekord für Gulnara Samitowa-Galkina über 3.000 m Hindernis.

Shelly-Ann Fraser gewann Gold über 100 m, Sherone Simpson und Kerron Stewart rannten zeitgleich zu Silber - Weidlinger über 10.000 m abgeschlagen

Peking - Jamaika ist die neue Sprint-Großmacht. Die auf der Karibikinsel Geborenen waren immer schon flott, doch früher siegten sie für andere Länder, etwa für Kanada, die USA oder Großbritannien. In Peking 2008 gewannen sie für Jamaika. Am Tag nach dem Triumph des Usain Bolt feierten die Jamaikanerinnen gleich dreifach. Shelly-Ann Fraser spurtete in 10,78 Sekunden überlegen zur Goldmedaille, ihre beiden Mannschaftskolleginnen Sherone Simpson und Kerron Stewart belegten zeitgleich in 10,98 Sekunden Rang zwei und erhielten jeweils Silber. Bronze wurde nicht vergeben.

Nach minutenlanger Auswertung des Zielfotos konnte die Jury keinen Unterschied zwischen ihnen ausmachen, in 10,979 lagen sie auf die Tausendstel gleichauf. Es war das erste Sprint-Gold für Jamaikas Frauen und der erste Dreifach-Triumph für eine Nation auf der 100-m-Distanz, seit 1904 und 1912 jeweils drei Amerikaner Gold erlaufen hatten.

"Die Leute auf Jamaika flippen aus"

Schnellste Jamaikanerin aller bisherigen Zeiten bleibt freilich Merlene Ottey mit 10,74, die es zwar zu acht olympischen Medaillen (fünfmal Bronze, dreimal Silber) brachte, aber nicht zum Olympiasieg. Ottey, nunmehr 48 Jahre alt, lief zuletzt für Slowenien, scheiterte aber an der Qualifikation für die Spiele in Peking. Shelly-Ann Fraser ist 21, kommt aus Kingston, studiert in Florida und verbesserte sich seit Ende 2007 um genau eine halbe Sekunde.

"Wenn wir nach Hause kommen, wird richtig gefeiert, die Leute auf Jamaika flippen aus" , sagte Fraser nach einem weiteren Sprint in Olympias Geschichtsbücher. Bolt und Fraser sind das erste Gold-Paar über die 100 Meter aus einer Nation, seit Weltrekordlerin Florence Griffith-Joyner (10,49) und nachträglich Carl Lewis 1988 Gold für die USA erspurteten.

Entscheidung nach 30 Metern

Der Sieg von Fraser war schnell klar, schon nach etwa 30 Metern zog sie, deren Bestzeit bisher bei 10,85 Sekunden lag, unwiderstehlich davon. "Ich wollte hierher kommen und mein Bestes geben. Ich war voller Siegeswillen."

Eine schwere Niederlage musste erneut die Sprintnation USA einstecken. Die ehemalige Weltmeisterin Lauryn Williams landete nur auf Rang vier (11,03), knapp vor ihrer Mannschaftskollegin Muna Lee (11,07), die Fünfte wurde. Favoritin Torri Edwards, zwischenzeitlich wegen Dopings gesperrte Weltmeisterin von 2003 und Staffel-Weltmeisterin 2007, glaubte an einen Fehlstart und wurde nur Achte (11,20).

10.000 Meter: Bekele

Nach der kürzesten Bahndistanz für die Damen stand am Sonntag die längste für die Herren auf dem Programm. Und Weltrekordler Kenenisa Bekele aus Äthiopien wiederholte in Peking seinen Olympiasieg von Athen. Der Weltmeister verwies in 27:01,17 Minuten seinen Landsmann Sileshi Sihine (27:02,77) und Micah Kogo aus Kenia (27:04,11) auf die Plätze zwei und drei. Damit ging zum vierten Mal in Folge 10.000-m-Gold nach Äthiopien. Bekeles Landsmann Haile Gebrselassie, Sieger von 1996 und 2000, wurde in 27:06,68 Minuten Sechster.

Günther Weidlinger, vormals Spezialist über 3000 m Hindernis, war erwartungsgemäß chancenlos, belegte bei seiner dritten Olympia-Teilnahme und erstmals über diese Distanz binnen 28:14,38 Minuten Rang 29. "Es war ein solider, aber nicht überragend guter Lauf. Die Tempoverschärfung ist ein wenig zu früh für mich gekommen, da konnte ich nicht mit", so der Oberösterreicher, der zum dritten Mal bei den Spielen dabei war.

Weltrekord über 3000 m Hindernis

Für die beste Leistung des Tages sorgte die Russin Gulnara Samitowa-Galkina, die über 3.000 m Hindernis in 8:58,81 Minuten siegte und damit als erste Frau der Geschichte über die Steeple-Distanz unter neun Minuten blieb.

Hochklassig war auch die Dreisprung-Konkurrenz der Frauen, in der Francoise Mbango Etone ihren Olympiasieg von Athen 2004 wiederholte, den zweiten Weltrekord des Abends aber knapp verpasste. Die Athletin aus Kamerun siegte mit der Jahresweltbestleistung von 15,39 m vor der dreifachen Weltmeisterin Tatjana Lebedewa aus Russland (15,32) sowie der der Griechin Hrysopiyi Devetzi (15,23).(red; APA; DER STANDARD Printausgabe 18. August 2008)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 66
1 2
oxy
00
20.8.2008, 07:55
die positive nachricht:

unser dauer-olympionike weidlinger ist zwar hinten nachgelaufen wie ein exote aber wenigstens hat er sich diesmal nicht die fresse eingeschlagen ;-)

peter schmidt
 
00
19.8.2008, 02:47
jamaikaner sind eben ziemlich athletisch

und konzentrieren sich auf sportarten die nicht viel kosten.

agador spartacus
00
18.8.2008, 16:37
viel schlimmer als alle dopinggerüchte...

...finde ich, dass robert seeger und steffi graf christopher ryan ungestraft am kommentieren hindern dürfen!!!

Das, und das design des orf-studios sind die wahren skandale, und das IOC sieht untätig zu!

mkx
00
18.8.2008, 16:55
oh nein

Noch viel schlimmer ist Michael Berger beim Interview.
Das tut jedesmal körperlich weh, wie der die englische Sprache verunstaltet.

derjungeroemer
41
17.8.2008, 23:25
hat wer eine erklärung?

ich meine von denen, die hier gerne über doping sprechen.
hat wer eine erklärung, warum das kleine jamaica im sprint gewinnt.
bessere, teurere dopingmittel als die amerikaner können sie ja wohl kaum haben, oder?

gib ma dei hand luise
00
18.8.2008, 14:34

sie haben alle cool runnings gesehen.

oxizes
00
18.8.2008, 09:56
Sie studieren

in Amerika.

derjungeroemer
00
18.8.2008, 11:57
eben

dann werden sie ja auch so häufig kontrolliert wie die amerikaner

Massi mo
03
18.8.2008, 09:15

Ich glaube es war ein Trainer der Jamaikaner der die treffende Antwort gab.Er sagte in einem Interview dass sie so gut in den Laufsportarten seien weil diese im Gegensatz zu den meisten anderen Sportarten fast nichts kosten um auszuüben(trainieren).

nemo sander
10
18.8.2008, 01:11
aus dem gleichen grund, warum die slowenen

mit 2 mio. einwohner jetzt schon mehr erfolge verbuchen konnten als die österreicher mit 4 mal so vielen einwohnern und die kleinere schweiz besser fußball spielt als österreich...

magnolia66
 
00
18.8.2008, 01:02
Meine Dumme Antwort ..

Weil sie, die Jamaica in diesem Bereich VIEL besser können als die andere.
Es ist LEIDER nur so einfach.

magnolia66
 
00
18.8.2008, 00:55
Lieber Herr Römer

bei heutiges Olympisches Sommerspiel geht es nicht um das Geld oder finazierungsfähigkeit.
In Gabun, zbw. der Presädent, names Omabungo O'mdiba hat sicherlich viel und viel Geld als unserm BP Herr Fischer.
Nun kommt es zu der Frage, ob alles mit dem GELD gelöscht werden könnten
Die Antwprte ist von uns alle, der vernüftige Mensche klar, ist.
NEIN
Das Geld und die Macht, die biede Elementes des Lebens versuchen noch ein Ausgleichenspunkt zu finden.
Zu kurz zu fassen.
Es geht überhaupt NIX um irgend was, weder Sommersport, oder von Österreiche stolzeten Wintersporte, Nix geht es darum
Es geht um der Macht und dem Geld, mit moderem Wort, der Mit-finazirung

Krampen
10
18.8.2008, 00:51

die erklärung ist ganz einfach, in jamaika gibt es keine nationale anit-doping agentur und somit keine nationalen kontrollen. aus diesem grund ist jamaika die sprint nation #1, so süß das zahnspangen mädchen auch noch so sein mag, "sauber" sind die alle nicht.

peter schmidt
 
00
19.8.2008, 02:52
wow und da habens auch noch ein dopinmittel erfunden

das die auch noch fescher als die anderen macht?respekt.

derjungeroemer
10
18.8.2008, 02:11
oh, da weiss es aber einer ganz genau

na, dann erklär mir einmal, wie oft die amerikanerinnen kontrolliert werden, und im gegensatz wie wenig oft die jamaikanerinnen.
und was sagen die internationalen dopingfahnder dazu?
oder behauptest du nur aufs geratewohl?

ps.
es behauptet keiner, dass die alle sauber sind.



Krampen
01
18.8.2008, 02:22

wenn man weiß dass der hauptteil von doping in der vorbereitungszeit verwendet wird und vor wettkämpfen abgesetzt wird, dann weiß man auch, dass eine kontrolle bei olympia nur bei den totalen idioten auf positive werte stoßen wird. man nimmt ja nicht heute mittelchen X und morgen rennt man 9,70? das ganze ist ein prozess. und kontrollen gibt es in jamaika im training keine:
http://www.n-tv.de/Saubere_J... 96701.html

bei den amis wurde auch erst jahre später und erst nach gestänis marion jones und all die anderen "überführt".
es gibt zwei lösungen für das dopingproblem: freigabe oder totale sperre und aberkennung aller erreichten titel.

derjungeroemer
00
18.8.2008, 11:47
danke für den link

für mich gibt es nur die eine möglichkeit, die überführten athleten aus dem verkehr ziehen.
aber ohne beweise ist keiner überführt, da muss ich ihm die erfolge und rekorde lassen.

*freigabe wär aber ein wahnsinn, dann muss ich auch drogen freigeben, genmutationen, klonen, einfach alles.
also, grenzen braucht es unbedingt.

Krampen
00
18.8.2008, 13:46

ja freigabe ist problematisch: freigabe von körpereigenen substanzen ... warum nicht

aber

dann zusätzlich oder generell: bei der abgabe einer positiven probe lebenslange sperre. momentan wird man 2 jahre gesperrt und dann kommt man wieder... z.t. wird das dann noch halbiert usw.

vielleicht auch als alternative totale sperre bei olympia für immer sobald jemand erwischt wird und jeder zukünftige "weltrekord" nicht als gültig erachten.

noch ein link:
http://www.spiegel.de/spiegel/0... 31,00.html

nemo sander
00
18.8.2008, 01:09
dass die sportlerinnen aber so wie ihr kollege

nachher alle zum doppingtest müssen und auch bei anderne bewerben mussten, das weißt du aber schon oder wolltest du einfach per ferndiagnose alles besser wissen?

J R
00
18.8.2008, 00:35

zumindest scheints mal keine lokale jamaikanische Antidoping-behörde zu geben, von daher schon mal ein Vorteil...
Schon komisch, daß es bei den jamaikanischen Medaillengewinnern. Männern und Frauen, seit Ende 2007 eine Steigerung von 4-5 Zehntel gibt.
Würde mich schwer wundern wenn da noch was nachkommt.

magnolia66
 
10
18.8.2008, 00:07
Einscheinende haben Sie mein Post ..

nicht ganz verstanden, oder mit einem Worten daß ich mich nicht ganz richtig ausgedrückt hätten.
Das Therma in Österreichische Meidae geht mir längst schon auf den Nerven mit (dem/der/die) Doping hin-und-her!
Meine Meinung nach das ganzes "Theater" nur eine Verschwendung der Zeit der wertigen Lesern (wenn man es ansehen dürften) der "TagsZeitung von Standard" überhaupt ist.
"Nix" Doping, nur "Olympic Games", wenn man als ein Spotler/Spotlrin kein Golder Medalliern bekämen würden, dann schlage ihm/ihr vor, das er/sie liebe daheim bleiben würden sollt.
Dadurch das sogenannten "SteuersGeld" nicht unbedingt wie es im Tschad verschwedet werden MUESSEN.

VIE
00
18.8.2008, 15:49

Ich verstehe Sie leider nicht... könnten Sie versuchen, das noch einmal zu formulieren?

magnolia66
 
01
17.8.2008, 22:45
Herzlichen Gratulationen zu

dem Siege.
:-)
Super gemacht ohne Doping :-(

magnolia66
 
00
18.8.2008, 01:06
Ein Positive Punkt ...

für mich bevor ...
sie oder er meine Meinung verstanden hätten.
So schauert es aus bei der "Klugelese" der "Standard" aus bitte.
:-)

Don Vito Corleone
00
18.8.2008, 08:49
Hä????

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