Suu Kyi verweigerte Treffen mit UNO-Gesandtem Gambari

24. August 2008, 16:29
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Ungewöhnlich scharfe Kritik der Opposition an Vereinten Nationen

Rangun - Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat ein Treffen mit dem UNO-Sondergesandten Ibrahim Gambari abgelehnt. Die Verweigerung ging laut Gambari von der Friedensnobelpreisträgerin selbst und nicht von der Militärjunta aus. Die Opposition kritisierte Gambaris Mission am Sonntag mit ungewöhnlich scharfen Worten. Der UNO-Gesandte habe "Zeit vergeudet", weil er mit der Junta über mögliche Wahlen in zwei Jahren diskutiert habe, anstatt die Aufnahme von Gesprächen mit der Opposition einzufordern, erklärte ein Sprecher von Suu Kyis Nationaler Liga für Demokratie (NLD).

Die 63-jährige verbrachte von den vergangenen 18 Jahren mehr als zwölf Jahre im Gefängnis oder unter Hausarrest. Die letzte Hausarrest-Anordnung wurde vom Militärregime erst im Mai um ein weiteres Jahr verlängert; es war die sechste Ausweitung in Folge. Die NLD hatte 1990 die Parlamentswahl gewonnen, die Militärregierung hat den Sieg jedoch nie anerkannt und die Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen. Suu Kyi erhielt 1991 den Friedensnobelpreis. (APA/AP)

 

 

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