ETA-Anschlag auf Badestrand an Costa del Sol verlief glimpflich

17. August 2008, 14:14
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Polizei sperrte Strand nach Vorwarnung - Keine Verletzten - Kein nennenswerter Schaden - Warnanruf der ETA vor Detonation

Madrid - Zwei Bombenanschläge im südspanischen Badeort Guadalmar in der Nähe von Malaga an der Costa del Sol ist am Sonntag glimpflich verlaufen. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Es seien auch keine nennenswerten Schäden entstanden.

Der erste Sprengsatz detonierte am Strand von Guadalmar in der Nähe des Flughafens von Málaga. Die zweite Bombe explodierte wenige Stunden später im Jachthafen des nahe gelegenen Badeorts Benalmádena. Die Sicherheitskräfte hatten aufgrund einer telefonischen Warnung den Strand und das Hafengebiet vorher räumen lassen

Warnruf der ETA

Ein Anrufer, der im Namen der baskischen Untergrundorganisation ETA sprach, warnte die Feuerwehr außerdem vor einem weiteren Sprengsatz an der Verbindungsstraße zwischen Malaga und dem Flughafen, wie eine Ministeriumssprecherin erklärte. Die Polizei sperrte daraufhin auch die A-7 und E-340 nahe der Touristenhochburg Torremolinos. Über Stunden kam es dadurch rund um Malaga zu langen Staus auf den Straßen.

Vor rund vier Wochen detonierten an Stränden in den nordspanischen Städten Laredo und Noja vier Bomben. Dazu bekannte sich ebenfalls die ETA. Ein Mensch wurde dabei leicht verletzt. Seit Ende der 60er Jahre sind rund 825 Menschen dem blutigen Kampf der ETA für ein autonomes Baskenland in Nordspanien und Südwestfrankreich zum Opfer gefallen. (APA/AP/dpa)

 

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