Scharner und Janko nachnominiert

17. August 2008, 14:13
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Der Wigan-Legionär feiert aufgrund einer Verletzung von Aufhauser ein Comeback nach dem Eklat in der EM-Vorbereitung - Salzburg Stürmer kommt zusätzlich ins Aufgebot

Wien - Das Comeback von Paul Scharner im Nationalteam geht nun doch früher als erwartet über die Bühne. Nationalcoach Karel Brückner nominierte am Sonntag den Legionär von Wigan Athletic für das Testspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/live ORF1) gegen Italien in Nizza nach, weil Rene Aufhauser wegen Muskelproblemen absagen musste. Außerdem wurde Salzburg-Goalgetter Marc Janko zusätzlich in den Kader geholt, der damit auf 20 Spieler angewachsen ist.

Scharner spielte zuletzt am 16. August 2006 (1:2 gegen Ungarn in Graz) für die ÖFB-Auswahl und erklärte danach, er wolle nicht mehr für das Nationalteam spielen. Wenige Monate vor der EURO 2008 suchte der Niederösterreicher um eine Rückkehr an, stieß aber beim damaligen Teamchef Josef Hickersberger auf taube Ohren.

"Ich bin froh und glücklich, dass es noch geklappt hat mit der Einberufung. Ich werde mit aller Kraft versuchen, gute Leistungen für die Nationalmannschaft zu bringen und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir ab September eine gute und erfolgreiche Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Südafrika spielen können", wurde Scharner zitiert.

Ursprünglich hatte Brückner auf eine Nominierung Scharners verzichtet, da dieser vor einigen Tagen wegen einer Bänderverletzung im Knöchel eine rund zehntägige Trainingspause hatte einlegen müssen. Zum Premier-League-Auftakt am Samstag bei West Ham United (1:2) war der 28-Jährige aber bis zur 83. Minute im Einsatz - allerdings in seiner bei Wigan gewohnten Position als Innenverteidiger, während der 15-fache Internationale im Team aufgrund wohl im zentralen defensiven Mittelfeld vorgesehen ist.

Janko hatte nach seiner ursprünglichen Ausbootung die Enttäuschung kaum verhelen können. Bereits Ende Mai hatte er durch die Nicht-Nominierung für die EM eine herbe Enttäuschung hinnehmen müssen. (APA/red)

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    Müssen sich wieder vertragen: Paul Scharner und Andreas Ivanschitz.

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