US-Präsidentsschaftskandidat John McCain wegen Musik-Klau verklagt

17. August 2008, 09:13
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Jackson Browne verklagt McCain im Streit um Wahlkampfwerbung - Sänger will Schadensersatz wegen Copyright-Verletzung

Der US-Sänger Jackson Browne (59) hat den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten John McCain wegen Copyright-Verletzung verklagt. Nach einem Bericht der "Los Angeles Times" dreht sich der Streit um Brownes Song "Running on Empty", der in einem Wahlkampf-Werbespot des Republikaners zu hören ist. Der Sänger und Songschreiber, ein überzeugter Demokrat, reichte die Klage am Donnerstag bei einem Bezirksgericht in Los Angeles ein.

Schadensersatz

Browne fordert Schadensersatz und ein sofortiges Verbot für die unerlaubte Benutzung des Songs. Browne sei über den Vorfall "erzürnt", sagte der Anwalt des Sängers, Lawrence Iser, der Zeitung. McCains Sprecher zufolge stammt die umstrittene TV-Werbung nicht von der McCain-Kampagne sondern von der Republikanischen Partei im US-Staat Ohio. Der Werbespot macht sich über den Demokraten Barack Obama lustig.

Wiederholungstäter

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass McCain gegen Urheberrechte verstößt. Der republikanische Kandidat startete, wie berichtet, im Juli einen YouTube-Spot in dem er die "Liebe" der US-Medien für den Kandidaten der Demokratischen Partei, Barack Obama" aufs Korn nahm. Im Hintergrund war das Frankie-Valli-Lied "Can't Take My Eyes Off Of You" zu hören. Dummerweise hatte man "vergessen", dafür die Rechte einzuholen.

Im Oktober 2007 hatte er sich einen Rechtsstreit mit dem Fernsehsender Fox eingeholt, nachdem ohne Genehmigung Ausschnitte aus dem Fox-Programm in einem Wahlkampfspot verwendet wurden. (zw/APA/dpa)

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