Kostenexplosion beim Bau des Achraintunnels in Vorarlberg

16. August 2008, 13:52
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ORF-Radio Vorarlberg meldet Anstieg von 46 auf 130 Millionen Euro

Bregenz - Der Achraintunnel gilt als eines der umstrittensten Straßenbauprojekte in Vorarlberg, unter anderem deshalb, weil die Kosten von ursprünglich 46 Millionen Euro auf 98 Millionen Euro korrigiert wurden. Am Samstagmittag meldete ORF-Radio Vorarlberg eine neuerliche Kostenexplosion auf 140 Millionen Euro. Der Straßentunnel und eine rund zwei Kilometer lange neue Straße verbinden die Bregenzerwaldstraße (L200) mit der Rheintalautobahn A14.

Der Rechnungshof habe bereits vor zwei Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Kosten für das Straßenprojekt von ursprünglich 46 Millionen auf 98 Millionen Euro verdoppelt hätten, berichtete der ORF. Für das laufende Jahr habe der Rechnungshof die Gesamtkosten auf bis zu 130 Millionen "korrigiert".

Ursache: Auch steigende Preise bei Rohstoffen

Die vom Rechnungshof ins Spiel gebrachte Schallmauer von 130 Millionen Euro wird nicht halten. Verkehrslandesrat Manfred Rein (V) nannte im ORF am Samstag die Summe von 140 Millionen Euro, die bis zur Eröffnung des Tunnels erreicht sein werde. Als Ursachen nannte der Landesrat überdurchschnittliche Preisanstiege bei Rohstoffen, die elektronische Ausstattung, Projekterweiterungen wie etwa die Verbesserung der Zulaufstrecken, Hangrutschungen und bauliche Probleme bei der Schwarzachbrücke, Felsstürze und außertourliche Renovierungsarbeiten im Fluchtstollen.

Die Freigabe des Achraintunnels ist für Februar 2009 geplant, der Knoten Dornbirn Nord soll ab Ende 2008 befahrbar sein. Das Projekt Achraintunnel und Anbindung der L200 an die Autobahn bringe trotz aller Kritik Vorteile speziell für die Anrainer zwischen Wolfurt und Dornbirn sowie für den Bregenzerwald, betonte der Landesrat. (APA)

 

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