Russland erbeutete in Südossetien über 100 georgische Panzerfahrzeuge

16. August 2008, 11:19
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Georgisch-orthodoxer Patriarch mit russischer Eskorte in Gori

Moskau/Tiflis - Die russische Armee hat nach eigenen Angaben im Konfliktgebiet Südossetien in den vergangenen Tagen mehr als 100 georgische Panzerfahrzeuge erbeutet. Dazu zählten 65 Kampfpanzer, teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau am Samstag mit. Nach Berichten in Georgien setzten russische Soldaten in den von ihnen eroberten Städten die Zerstörung georgischer Waffenarsenale fort, so in der Marinebasis Poti. Anzeichen für einen Rückzug der Russen gab es nach georgischer Darstellung nicht.

Lage in Gori unklar

Unklar blieb die Lage in der Stadt Gori, die immer noch von russischen Truppen abgeriegelt war. Das Oberhaupt der georgisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Ilia II., besuchte nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax die Stadt. Der Kirchenführer wollte dafür sorgen, dass die Leichen getöteter Georgier in Gori und den georgischen Dörfern nahe Zchinwali geborgen und bestattet werden. Er werde bei der Reise von russischen Truppen eskortiert.

In der südossetischen Hauptstadt Zchinwali verlief die Nacht nach Angaben der örtlichen Polizei ruhig. Aus dem umliegenden Südossetien wurden nur vereinzelte nächtliche Schießereien gemeldet. (APA/dpa)

 

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