Angeblicher "Bigfoot"-Fund in den USA

16. August 2008, 10:28
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Fragwürdige "Beweise" - Kadaver soll in einer Kühltruhe lagern - Anatomie-Professor verwies auf Ähnlichkeit mit Affenkostümen, die jedermann kaufen könne

San Francisco - Zwei Amerikaner behaupten, dass sie in einem Wald im US-Staat Georgia einen toten "Bigfoot" - einen sagenumwobenen Waldmenschen - gefunden haben. Bei einer Pressekonferenz im kalifornischen Palo Alto präsentierten sie am Freitag zwei unscharfe Fotos. Auf einem sollte der Kopf der Kreatur zu sehen sein, berichtete der Sender "Discovery Channel". Weitere angekündigte "Beweise" legten die "Finder" Matt Whitton (31), Rick Dyer (28) und der selbst ernannte "Bigfoot"-Spezialist Tom Biscardi aber nicht vor.

Sie wollten die "bedrohte Art" schützen und später mit einem Forscherteam DNA-Beweise erbringen. Der Kadaver des behaarten Waldmenschen soll in einer Tiefkühltruhe lagern. Fotos kursieren bereits im Internet. Zahlreiche Wissenschaftler meldeten prompt Bedenken an. "Was sie auf dem Foto als Bigfoot bezeichnen, sieht nicht natürlich aus", sagte der Anatomie-Professor Jeffrey Meldrum dem "Discovery Channel". Er verwies auf eine "auffallende" Ähnlichkeit mit Affenkostümen, wie sie jedermann kaufen könne. (APA/dpa)

 

  • Tom Biscardi, der Gründer von Bigfoot Inc., zeigt bei einer Pressekonferen ein angebliches Beweisfoto.
    Foto: REUTERS/Kimberly White

    Tom Biscardi, der Gründer von Bigfoot Inc., zeigt bei einer Pressekonferen ein angebliches Beweisfoto.

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