Vorwurf illegaler Bankenaktivitäten zurückgewiesen

16. August 2008, 09:57
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Vorwürfe von drei UN-Vetomächten seien haltlos, heißt es in einem Antwortschreiben an den UN-Sicherheitsrat

New York - Der Iran hat Anschuldigungen dreier UNO-Vetomächte bezüglich illegaler Aktivitäten der Banken des Landes zurückgewiesen. Derartige Vorwürfe seien haltlos, hieß es am Freitag in einem Antwortschreiben an den UNO-Sicherheitsrat. Die USA, Frankreich und Großbritannien wollten mit den Anschuldigungen nicht nur unzulässigen Druck auf die iranischen Kreditinstitute ausüben, sondern auch die Bankgeschäfte von Millionen Kunden zum Erliegen bringen. Die Regierung in Teheran behalte sich daher das Recht vor, Schadensersatz für die Banken und ihre Kunden zu verlangen.

Die USA, Frankreich und Großbritannien hatten Anfang des Monats in einem Schreiben an den UNO-Sicherheitsrat erklärt, die iranische Zentralbank und andere Kreditinstitute versuchten, durch geheime Transaktionen die gegen sie verhängten Sanktionen zu unterlaufen.

Wegen des umstrittenen Atomprogramms des Iran hat die UNO bereits dreimal Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt. Darunter sind auch Strafmaßnahmen gegen das größte iranische Institut Bank Melli. Die USA haben Geschäfte mit der Bank Melli und der Bank Saderat verboten. Die Europäische Union hat die Bank Melli auf ihre Schwarze Liste gesetzt. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben die internationalen Strafmaßnahmen den staatseigenen iranischen Banken bereits schwer zugesetzt. (APA/Reuters)

 

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