Viertelfinal-Hürde aus China

16. August 2008, 09:15
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Die Schwaigers müssen gegen das topgesetzte Duo Jan/Jie bestehen, wollen sie um die Medaillen mitkämpfen. ÖVV-Paar gegen unbesiegte Lokalmatadorinnen klarer Außenseiter

Peking - Die Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger landen nach ihrem Höhenflug durch das olympische Beach-Volleyball-Turnier am Sonntag in Peking um 11.00 Uhr (5.00 Uhr MESZ) auf dem Center Court des Chaoyang Parks, um gegen die Lokalmatadorinnen Tian Jan/Wang Jie ihr Viertelfinale zu bestreiten. Vielleicht ist es ja kein Landeanflug, sondern nur ein abermaliger Zwischenstopp. Favoritinnen sind freilich die Chinesinnen.

"Nichts zu verlieren"

Und zwar klarere Favoritinnen als es die Deutschen Sara Goller/Laura Ludwig im Achtelfinale gegen die Niederösterreicherinnen gewesen sind. Die Europameisterinnen von Hamburg zogen ja gegen die Waldviertlerinnen mit 1:2 den Kürzeren. Coach Martin Olejnak ist sich der Außenseiterrolle bewusst: "Jeder weiß, dass wir in diesem Match nichts zu verlieren haben. Die Mädels werden versuchen, locker zu spielen und wieder zu überraschen."

Auf der heurigen World Tour sind die Schwaigers mit Chinas Nummer-eins-Paar noch nicht zusammengetroffen, davor aber schon. Bei zwei Duellen gab es jeweils 0:2-Niederlagen. Doch die Geschwister sind nun besser, beständiger und gefestigter. Die prickelnde Stimmung im mit rund 12.000 Zuschauern gefüllten Center Court sollte eher nur beflügeln. Olejnak: "Sie sollen die Atmosphäre genießen."

Auf der Suche nach der Taktik

Natürlich aber klügelte der Coach an einem Rezept, wie Tian/Wang zu packen sind. Am Samstag analysierte er ein Video von ihnen, das er in weiser Voraussicht in der Gruppenphase im Match gegen Simone Kuhn/Lea Schwer aufgenommen hatte. Die Schweizerinnen waren als Ersatz für das vom ÖOC zurückgezogene ÖVV-Paar Sara Montagnolli/Sabine Swoboda ins Turnier gekommen. Sie verloren alle ihre Partien 0:2 und wurden Gruppenletzte.

In ihren anderen beiden Matches der Gruppe A zeigte sich aber, dass die Gold-Hoffnung der Zuschauer nicht unverwundbar ist. Sowohl die Norwegerinnen Kathrine Maaseide/Susanne Glesnes wie auch die Belgierinnen Liesbet van Breedam/Liesbeth Mouha nahmen den Topgesetzten einen Satz ab. Im Achtelfinale mussten die Norwegerinnen Nila Haakedal/Ingrid Toerlen aber ein recht deutliches 0:2 (-13,-15) akzeptieren.

Für Olejnak ist der Vorstoß unter die letzten Acht und zumindest der geteilte fünfte Rang schon viel wert. "Das ist viel mehr, als wir uns erwartet haben." Die Viertelfinal-Sieger müssen für einen Medaillengewinn ein weiteres Match gewinnen, da die Bronze-Medaille ausgespielt wird. Die Semifinali sind für Dienstag um 3.00 bzw. 4.00 Uhr MESZ angesetzt, die Spiele um die Medaillen werden am Donnerstag um 3.00 bzw. 5.00 Uhr MESZ stattfinden. (APA)

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    Die Taktik gegen das Top-Duo aus China muss erst gefunden werden.

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