Opposition reicht 3,2 Prozent-Erhöhung nicht

15. August 2008, 15:43
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Grüne: Fehler der Erhöhung 2008 muss korrigiert werden - FPÖ und BZÖ wollen 4 Prozent

Wien  - Auch die Grünen und die FPÖ haben - wie bereits zuvor das BZÖ - Kritik an der sich abzeichnenden 3,2-prozentigen Erhöhung der Pensionen 2009 (vorgezogen auf November) geübt. Der Grüne Sozialsprecher Karl Öllinger forderte, es müsse der "große Fehler der Pensionserhöhung 2008" beseitigt werden - nämlich, dass niedrigste Pensionen am geringsten erhöht worden seien. Die FPÖ forderte wie zuvor schon das BZÖ eine Anhebung um mindestens 4 Prozent.

Öllinger meinte darüber hinaus, es wäre sinnvoller, wenn man als Bemessungszeitraum für die Pensionserhöhung nicht so wie bisher den Zeitraum der zweiten Hälfte des Vor-Vorjahres und die erste Hälfte des Vorjahres hernehme, sondern das gesamte Vorjahr - im vorliegenden Fall also das Jahr 2008. Dies wäre auch eine Hilfe für die anstehende Erhöhung, weil man davon ausgehen könne, dass das gesamte Jahr 2008 eine höhere Inflation bringe als von Mitte 2007 bis Mitte 2008 gerechnet (und damit eine höhere Inflationsanpassung der Pensionen).

FPÖ-Seniorensprecher Werner Neubauer bezeichnete es als "ausgesprochen bedauerlich", dass die Pensionistenvertreter Karl Blecha (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP) "schon jetzt dem möglichen Beschluss der Kommission zur langfristigen Sicherung der Pensionen zustimmen" würden. Der Leiter der Kommission, Bernhard Schwarz, habe die Erhöhung um 3,2 Prozent noch gar nicht bestätigt, so Neubauer. Er verlangt zumindest 4 Prozent Pensionserhöhung und darüber hinaus eine Orientierung am sogenannten "Pensionistenpreisindex". (APA)

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