Gorbatschow: "Der Plan war, die Schuld auf Russland zu schieben"

15. August 2008, 14:27
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    foto: cnn

    Mikhail Gorbatschow: "Das sind alles Lügen vom Anfang bis zum Ende"

Der letzte Präsident der Sowjetunion erhebt im CNN-Interview schwere Vorwürfe gegen die USA

Mikhail Gorbatschow, der letzte Präsident der Sowjetunion, rechtfertigt im Gespräch mit CNN-Starjournalist Larry King die russische Intervention in Georgien und kritisiert den Westen: Georgiens Präsident Saakaschwili wäre nie auf die Idee gekommen, die Stadt Zchinwali anzugreifen, wenn seine Armee nicht zuvor vom Westen hochgerüstet worden wäre. Das Interview wurde derStandard.at von CNN zur Verfügung gestellt.

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Gastgeber Larry King: Es freut mich sehr sie heute bei Larry King Live begrüßen zu dürfen. Es ist schon eine Weile her, dass Michail Gorbatschow, der letzte Präsident der Sowjetunion, zu Gast in der Sendung war. Er hat 1990 den Friedensnobelpreis bekommen und er hat diese Woche in der Washington Post einen Gastkommentar mit dem Titel "The Path to Peace in the Caucasus." (Der Weg zum Frieden im Kaukasus) veröffentlicht. Vielen Dank Mr. President, dass sie heute unser Gast sind. Lassen sie uns beginnen. Der Präsident von Georgien hat CNN gestern gesagt, dass die Welt in den letzten Tagen Zeuge einer brutalen, kaltblütig geplanten Niederschlagung eines kleinen demokratischen Staats durch Russland wurde. Was antworten sie darauf?

Gorbatschow: Nun, das sind alles Lügen vom Anfang bis zum Ende. Das ganze entzieht sich jeglichen Verständnisses. Ich habe die Meinung von Eduard Shevardnadze gehört, er kennt die Lage dort. Es ist alles mitten in der Nacht passiert. Etwas nach Mitternacht, als die ganze Stadt schlief, als die Stadt unter Beschuss genommen wurde. Unter enormen Beschuss, mit großkalibrigen Waffen, zu Land und auch aus der Luft. Jede Art des Tötens war hier recht. Es ist unglaublich. Zchinwali wurde von allen Seiten zerstört. Es wurde auf die Zivilbevölkerung geschossen, auf Krankenhäuser, es wurden die Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen zerstört, sowie die Energie- und Kommunikations-Infrastruktur. Die alten Denkmäler, die zu den ältesten im Kaukasus gehörten wurden zerstört. Die Gräber der Vorfahren zerstört und von Panzern niedergefahren.

King: Mr. Präsident, Entschuldigung, Sie sagen, das Georgien das alles angefangen hat?

Gorbatschow: Ja, in der Tat. Es besteht kein Zweifel, dass Georgien das alles angefangen haben. Ja, auf jeden Fall. Auf diesen ersten Schritt von Georgien mussten zusätzliche Truppen nach Südossetien geschickt werden, da Zchinwali mit starken Truppen, ja mit einer ganzen Armada angegriffen wurde. Ich erinnere mich an den Zweiten Weltkrieg, ich erinnere mich an die Front und an die Besatzung und ich habe gesehen, wie dort grausame Waffen zum Einsatz kamen. Aber hier wurden hochentwickelte Waffen gegen eine kleine Stadt und eine hilflose, schlafende Bevölkerung eingesetzt. Das war ein barbarischer Überfall.

King: Einer unserer Präsidentschaftskandidaten, der Senator John McCain, ich bin mir sicher, sie kennen ihn, nennt das einen ‘Regimewechsel'. Er sagt, wahres Ziel ...

Gorbatschow: Ja, natürlich kenne ich ihn. Sehr gut sogar.

King: ... ist ein Regimewechsel? Wie reagieren sie auf diesen Vorwurf?

Gorbatschow: Nein, Russland hat einfach auf das reagiert, was in Zchinwali passiert ist. Russland konnte diesen Angriff, die Ermordung von Menschen und die Zerstörung der Stadt nicht ignorieren. Friedenstruppen sind schon seit einiger Zeit in der Region. Es ist dort schon einiges passiert, aber bis jetzt gab es immer noch die Chance zum Dialog. Und es gab einen Dialog zwischen den Fronten und es gab Ansätze zur Lösung des Konflikts.

Russland war bereit, seine Aufgaben dort wahrzunehmen, darüber gibt es keinen Zweifel. Und ich weiß nicht warum man nun davon spricht, dass Russland Georgien besetzt hat. Das ist wirklich - diese Informationen sind wirklich Lügen. Das bedeutet, dass es einen Plan gab, Ossetien anzugreifen und auch die Leute falsch zu informieren. Es ist eine Art von Informationskrieg. Ich denke, jetzt wo man die Stadt sieht, wird alles klarer.

King: Denken sie, Mr Präsident, dass Russland plant in Georgien zu bleiben?

Gorbatschow: Russland hat ein Mandate und nach Anschlägen wie diesen sollte Russland bleiben, aber auf jeden Fall im Rahmen des Friendesmandats.

King: Außenminister Lavrov hat gesagt, dass "der Präsident (Saakaschwili, Anm.) nicht länger ein Gesprächspartner für Verhandlungen sein kann und dass es besser wäre, wenn er zurücktritt" Sind sie für einen Führungswechsel in Georgien?

Gorbatschow: Nun, wir verstehen, was die Bevölkerung über Saakaschwili sagt, da er tatsächlich ganz Europa hinters Licht geführt hat - und auch die USA. Außer, wenn jemand denkt, das ganze war ein amerikanisches Projekt und Saakaschwili ist nur das Hilfsmittel, war das eine Überraschung im Bezug auf die friedenserhaltenden Maßnahmen. Dann würde das bedeuten, dass man ihm kein Vertrauen mehr schenken kann, aber das muss Georgien selber entscheiden.

King: Sie wissen zu diesem Thema gibt es viele Fragen in den USA: Mr Präsident wer hat in Russland eigentlich die Macht inne? Ist es der Präsident Medwedev oder (Premier-)Minister Putin?

Gorbatschow: Ich denke, dass beide Macht haben im Rahmen der Konstitution. Im Rahmen der Verfassung ist die Macht beider rechtmäßig. Die beiden kennen sich politisch und privat seit über 15 Jahren, deshalb sollte man sich keine Sorgen machen, dass es in Russland politisch drunter und drüber geht. Als der Krieg begann, war der Premierminister bei der Eröffnung der Olympischen Spiele, der Präsident traf die Entscheidungen.

Wir haben gesehen, was passiert. Die westlichen TV-Stationen haben bis jetzt nicht gezeigt, was in Zchinwali passiert. Erst jetzt zeigen sie Bilder der Zerstörung. Für mich sieht das wie ein gut geplantes Projekt aus. Und wie auch immer es ausgeht, der Plan war es, die Schuld auf Russland zu schieben. Ich denke, ich kann das mit Überzeugung sagen und ich denke auch dass ich ein persönliches, moralisches Recht darauf habe, wenn es um Russlands Antwort auf den georgischen Angriff geht.

King: Können die USA Ihren beiden Staatsmännern trauen?

Gorbatschow: Sicher. Auf jeden Fall, ja Und ich muss ihnen zumindest das noch sagen, auch wenn das was passiert ist dramatisch und tragisch ist. Es gibt zwischen Russland und Georgien noch eine enge Verbindung. Eine beidseitige Zuneigung, die sich in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat ist immer noch da. Jetzt ist es die Aufgabe der Politik dies aufzunehmen.

King: Haben sie Angst, dass sich die Welt auf einen neuen kalten Krieg zubewegt?

Gorbatschow: Nun, das ist schon einige Zeit vorbei. Seit einigen Jahren, zwei oder drei, wird immer wieder darüber gesprochen, mit Blick auf was in Europa und den Nahen Osten passiert und in anderen Regionen. Man kann auch bedenkliche Veränderungen im Süden, in Asien und Russland beobachten. Und was mich besonders beunruhigt - darüber schreibe ich auch in einem Artikel - ist, wovon wir gerade Zeugen werden, eine Militarisierung der heutigen Welt. Und das ist eine große Gefahr.

Die Militärbudgets steigen und der weltweite Waffenhandel nimmt rasant zu. Schauen sie, wenn Georgien nicht bis an die Zähne bewaffnet gewesen wäre, dann hätte es nicht das getan, was es getan hat. Ein kleiner Staat hat eine Milliarde US-Dollar Militärbudget. Einige Länder waren daran beteiligt, aber im Grunde haben die USA Georgien mit hochentwickelten Waffen, einer Flugabwehr und Waffen zur Kriegsführung am Boden ausgerüstet.

Berge von Waffen wurden nach Georgien geliefert und ich denke, dass das jetzt ist eine direkte Folge davon ist. Wenn das Budget für Waffen und Militär steigt und sich die Waffen stapeln, dann kommen sie irgendwann zum Einsatz. Und das ist, was hier passiert ist. Ich denke, dass es Anzeichen für einen Kalten Krieg gibt, aber wir haben immer noch Zeit genug, das zu verhindern.

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich sehr besorgt bin wegen dem was ich sehe und natürlich bin ich in die USA gereist, habe mich dort mit Leuten unterhalten, habe vor großem Publikum gesprochen,vor tausenden Menschen. Aber ich habe mich auch mit Politikern, Geschäftsleuten und anderen Menschen unterhalten. Und ich habe durchwegs gesagt, dass wir es nicht geschafft haben, nach dem Ende des Kalten Krieges eine stabile Beziehung zwischen Russland und den Vereinigten Staaten aufzubauen.

Ich glaube, dass die Vereinigten Staaten Fehler gemacht haben, für die die Menschen bezahlen müssen. Zum Beispiel ist der militärische Finanzhaushalt der USA über 600 Milliarden US Dollar. Dies ist ungefähr die Hälfte des gesamten militärischen Budgets weltweit. Und ich würde sagen, dass wird eine neue Agenda für die Beziehungen unserer zwei Nationen brauchen. Es gab einige Versuche, Gespräche zu führen. Aber wir waren nicht in der Lage, die Dinge in Bewegung zu bringen, um unsere Beziehung ins Reine zu bringen. Oftmals ist unter dem Vorwand nationales Interesse zu vertreten, alles vergessen. Alles ist vergessen, wie die neuen Realitäten der heutigen Welt und das Interesse der anderen Länder. Und dann sehen wir Situationen, die zu einem Konflikt führen.

Hätte Saakaschwili je den Mut aufgebracht, eine derartige Situation zu schaffen und die Konfrontation mit Russland zu schaffen, wenn er nicht die Unterstützung gehabt hätte? Es gab Unterstützung und Schutz und sogar jetzt sehen wir, dass die USA versuchen Saakaschwili zu unterstützen und zu rechtfertigen. Ich denke, dass sie das nicht tun sollten, weil es noch mehr Komplikationen hervorruft.

Es gibt die Chance, für unsere beiden Länder, eine neue Agenda für eine Kooperation, die Interessen der USA und die Interessen Russlands und das Interesse an Stabilität, speziell in den Krisengebieten der verschiedenen Länder, zu entwickeln. Und ich heiße die Idee willkommen, eine von beiden Parteien getragene Kommission der Beziehungen zwischen Russland und den USA zu gründen. Ich glaube, dass das eine gute Idee ist. Und es wird unseren beiden Länder nützlich sein.

King: Mr. Präsident, wohin führt das Ganze? Sind Sie überhaupt optimistisch?

Gorbatschow: Wenn man den Dingen weiterhin freien Lauf lässt, wenn wir alle weiterhin den gleichen Weg der Fehler und Illusionen gehen, ohne die neuen Realitäten wahrzunehmen, denen wir unsere Politik anpassen sollten, dann kann es viele Komplikationen geben. Beide Staaten müssen zu einer Kooperation bereit sein.

Die Vereinigten Staaten sollten nicht denken, dass die Absicht, jedes Problem militärisch zu lösen, funktionieren wird. Ich glaube nicht, dass das amerikanische Volk dies möchte. Ich habe einen Artikel in der "Washington Post" geschrieben und ich habe mehr als 400 Meinungen von Leuten zu diesem Artikel bekommen. Und ich war überrascht zusehen, dass die Leute eindeutig erkennen, wie wichtig die Beziehung zwischen Russland und den Vereinigten Staaten ist. Lasst uns also den Leuten zuhören.

King: Erwarten Sie, dass Russland aus Georgien zurückzieht?

Gorbatschow: Russland braucht nichts von Georgien. Wir wollen nur unsere Nation, die Menschen mit denen wir seit 300 Jahren zusammen leben, als Freunde und Brüder. Und diese Freundschaft wird weitergeführt. Wir wollen keine Probleme. Ich glaube nicht, dass wir Probleme zwischen unseren beiden Nationen haben. Ein Eingriff von außen lenkt die Dinge in die falsche Richtung. Natürlich gibt es dort ein große gemeinsames Konfliktfeld: Öl und Ölleitungen etc.

Ich glaube, dass dort deswegen wirklich nicht so viele Waffen und Konflikte sein sollten. Es ist wichtig die Dinge zu klären, wir müssen das Vertrauen wieder herstellen. Und dann werden wir in der Lage seine, jegliche Probleme zu klären. Ohne Vertrauen wird das nicht funktionieren. Wenn nur einzelne Schritte geschehen, wird dies nicht funktionieren. In der zweiten Hälfte der 80er,arbeiteten wir zusammen, wir haben eine neue Situation kreiert.

Wir haben das Vertrauen hergestellt. Und darauf basierend haben wir angefangen Atomwaffen abzubauen. Wir haben angefangen, konventionelle Waffen in Europa abzubauen. Wir haben den Weg geebnet, das Leute wählen können - zu wählen, was sie möchten, ihre eigenen Regierungen zu wählen etc. Und die meisten regionalen Konflikte wurden zu dieser Zeit geschlichtet, mit der Ausnahme des Konfliktes im Nahen Osten.

King: Danke. Präsident Michail Gorbatschow, der ehemalige und letzte Präsident der damaligen Sowjetunion.

Gorbatschow: Danke, Larry.

Quelle: CNN Larry King Live

 

 

 

Link

Georgien-Berichterstattung auf CNN

TV-Tipp

Sondersendung "Georgia Crisis", Freitag 19:00 auf CNN International

Zur Person

Michail Sergejewitsch Gorbatscho  war von 1985 bis 1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und von 1990 bis 1991 Präsident der Sowjetunion. Durch seine Politik der Glasnost (Offenheit) und der Perestroika (Umbau) leitete er das Ende des Kalten Krieges ein. Dafür erhielt er 1990 den Friedensnobelpreis.

 

Kommentar posten
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LiliPutin
13
30.1.2009, 13:13
"Ein Eingriff von außen lenkt die Dinge in die falsche Richtung."

Dieses Zitat gibt mir dann doch zu denken..... als Gorbi seinerseits seine Soldaten für diese Vertreibung von 300.000 Georgiern in Marsch setzte, welcher äußere Eingriff in wohl seinerzeit gelenkt hatte?

Soweit ich dass noch richtig im Kopf hatte begann dieser Konflikt ja noch zu seiner Regierungszeit?

Joseph EU
74
Armer Gorbi....

Alzheimer oder über den Verlust der SU nicht hinweggekommen ??? Schade - war mal ein Hoffnungsträger - jetzt wieder kleingeistiger russischer
Imperialistenapologet .....oder Angst vor einem Schicksal wie Frau Politkowska ???Würd mich im RU von 2008 nicht wundern, vielleicht hat Herr P noch eine persönliche Rechnung offen....die grösste historische Katastrophe war das Ende der SU (Orginalton Putin)....na ja ....Gorbi hatte seinen Anteil ....

pepitant
03
23.12.2008, 09:06
Armer King,

in Ihrem Sinne.

Raptor Jesus
41
31.8.2008, 00:04
King: Mr. Präsident, Entschuldigung, Sie sagen, das Georgien das alles angefangen hat?

no comment

Andrew Jones
31
29.8.2008, 22:48
Dieses Interview ist auch nirgends in der österreicheischen Presse zu finden:

http://de.youtube.com/watch?v=9DjcJQ5Re-M

Dr.Reblaus
1210
17.8.2008, 15:03
das traurige daran

in den westlichen medien ist von dem interview nichts zu lesen oder sehen (siehe ORF .. die bösen russen)

obwohl es sogar ein amerikanisches interview ist.

man könnte sagen: amerikanische zensur nur im ausland ;) .. ist ja wie mit die kriege. führen wir sie ausserhalb unserer grenzen so sind wir das brave land :D

zimbo
 
31
18.8.2008, 09:01
In RussiaToday zur Gänze gezeigt.

Ja die lassen sogar Lawrow ausreden.

Euronews hat wenigstens das ganze Interview mit Ivanow gezeigt.

Fritz Wunderlich
14
18.8.2008, 13:53

Das wirkt, der Auftritt von Iwanow, mehr davon.
LOL

re-publica.blogspot.com
01
18.8.2008, 08:13

und wo haben sie es gerade gelesen?

Dr.Reblaus
30
17.8.2008, 16:47
das traurige daran

ok dank derstandard konnte man es in den Ö medien schon lesen aber sonst?

da sieht man wieder wie sehr sich die menschen von den medien beeinflussen lassen ;) und die medien anderswertig :D

Manfred Guendler
1916
16.8.2008, 20:36
USA unterstuetzt Massenmoerder

Trotz vorher selbst ausgerufener Waffenruhe liess Saakaschwili in einer Nacht und Nebelaktion die schlafenden Leute in Tchinwali toeten und die Stadt verwuesten.
Obwohl Amerika das weiss decken sie Saakaschwili weiterhin, das zeigt sehr viel.
Leute mit Hausverstand distanzieren sich von sowas.

Fritz Wunderlich
77
17.8.2008, 19:21

Quargel, die USA unterstützen Putin in Tschetschenien nicht, sondern sie müssen halt mit dem auskommen, was Russland so bietet.

F S 3
44
28.8.2008, 23:09
:) HAben sie sich bei "Hausverstand" etwa angesprochen gefühlt? Die Realität ihrer persönlichen Ausblendung jedenfalls ist, daß die größten Finanziers der "Massenmörder" in London Unterschlupf…

…gefunden haben, und sich sogar noch mit stalinistischen "Kriegsnamen" brüsten. Passend halt, zum E-lektronischen Zeitalter…

Boris Berezovsky nennt sich "Platon E-Lenin", wobei es mich wundert, daß sie -mit ihrem Übermaß an humanistischer Lexikonbildung- hier nicht sehen können(wollen), wie der Hasenfuß läuft.

Inklusive der von ihm "gemendschden" Auseinandersetzung zwischen tschetschenischer und russischer Mafia…

der Präsident
 
913
17.8.2008, 11:43
Waren Sie dabei?

Waren Sie dabei? Oder sind sie auf nur auf den russ. Propagandazug aufgesprungen, quasi ein typischer Mitläufer?

Stifter
105
17.8.2008, 13:18

Mr. Präsident sitzt selber auf dem Propagandazug aus Washington und Tiflis! Aber mehr als Mitfahrer denn als Mitläufer.... :-)

Bi-Ba-Butzemann
1411
16.8.2008, 22:13
"USA unterstuetzt Massenmoerder"

Das hat in den USA eine alte Tradition!

Saddam Hussein wurde auch von den Amis hofiert in den 80ern, Waffen und Massenvernichtungswaffen wurden an ihn verkauft!

Drum gibt es in den USA in gewissen Kreisen auch den zynischen Spruch: "Wir wissen, dass Saddam Massenvernichtungswaffen hat, wir haben sie ihm schliesslich selbst verkauft"!

Chile: Demokratischer Präsident Allende mit hilfe der CIA gestürzt und Militär-Diktator Pinochet installiert, an dessen Händen Ströme von Blut kleben - aber solange er gegenüber den Amis pariert hat, war das egal!

Iran: CIA beging Bombenanschlläge auf iranische Moscheen, tötete dabei Zivilisten, um es Mossadegh in die Schuhe zu schieben, Mossadegh wurde gestürzt - Schah kam an die Macht!

Fritz Wunderlich
05
18.8.2008, 14:16

Mao wurde aber von der Sowjetunion unterstützt, die Aufarbeitung des Massenmordes in Russland ist von Putin gestoppt worden, also ..

tru1
 
714
17.8.2008, 11:36
Drum gibt es in den USA in gewissen Kreisen auch den zynischen Spruch: "Wir wissen, dass Saddam Massenvernichtungswaffen hat, wir haben sie ihm schliesslich selbst verkauft"!

Nur zu dumm, dass dann keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden. Das führt ihre gesamte antiamerikanische Argumentation ad absurdum.

Bi-Ba-Butzemann
12
31.8.2008, 00:33
"Das führt ihre gesamte antiamerikanische Argumentation ad absurdum"

Keineswegs!

Dass von den US-Truppen keine MVW gefunden wurden - sagt genau ÜBERHAUPT NICHTS aus!

Man kann Massernvernichtungswaffen: Aufbrauchen, weiterverkaufen, oder einfach gut verstecken...

dr. kokos
 
127
17.8.2008, 15:33

die unverschämte lügenpolitik der usa führt es aber nicht ad absurdum, ganz im gegenteil, denn die begründung des irakkriegs, der hunderttausende unschuldige das leben gekostet hat, hat sich als die größte staatslüge der geschichte herausgestellt.

unglaublich, wie manche menschen einer solchen regierung weiterhin glauben schenken können!

K-3
30
31.8.2008, 00:35
Nicht zu vergessen wäre hier auch, der erstunken und erlogene "Golf von Tonkin-Vorfall",

den die Amerikaner als Vorwand für die Invasion in Vietnam benutzten!

re-publica.blogspot.com
05
18.8.2008, 08:16

man sieht hier ganz klar worum es geht - es geht nicht um russland, sondern es geht nur um amerikahass. sonst nichts.
jeder, der gegen die usa ist, ist dabei automatisch freund. so auch russland. anstatt bestimmte vorgänge, die man nicht billigt überall auf der welt zu verurteilen, wird blind auf amerika gedroschen und nicht davor zurückgeschreckt autoritären regimes das wort zu reden.
shame on you, dr. kokos, shame on you!

dr. kokos
 
40
18.8.2008, 21:49
hier geht es um die wahrheit, nichts anderes.


und die sieht leider so aus, dass gewisse kreise in den usa die welt beherrschen und die rüstungsspirale immer weiter ankurbeln wollen. und dies gelingt ihnen leider so gut, dass selbst leute, die eigentlich die interessen der steuerzahlen vertreten sollten, immer höhere rüstungsausgaben für richtig erachten, weil ja doch der feind überall so böse ist.

ist das nicht völlig unglaubwürdig, wenn die usa (300 mio. einwohner) allein schon über mehr rüstungsgüter verfügen als der rest der welt (6400 mio. einwohner) zusammen genommen?

asinus
02
16.8.2008, 21:44

Ja.

Terence Lennox
85
16.8.2008, 19:36
wer wissen will wie saakaschwili tickt..

http://www.spiegel.de/politik/a... 26,00.html

was man dachte: ein verwirrter irrer, der vor allem auf sich selbet reinbgefallen ist..

was nicht heißt, dass die russen sich anständig verhalten..

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