Sturm holt Remis in Zürich

14. August 2008, 22:23
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Nach frühem Rückstand glich "Super-Mario" Haas am Letzigrund in der 78. Minute per Elfer-Nachschuss zum verdienten 1:1 aus

Zürich - Der SK Sturm Graz darf auf den Einzug in die Hauptrunde des UEFA-Cups hoffen. Der Bundesliga-Tabellenführer holte am Donnerstag im Hinspiel der zweiten und letzten Qualifikationsrunde beim FC Zürich ein 1:1 (0:1) und hat sich damit für das Heim-Rückspiel am 28. August (19.30 Uhr) eine gute Ausgangsposition geschaffen.

Ebenbürtige Teams

8.500 Zuschauer, weniger als erwartet, sahen im Zürcher Letzigrund zwei ebenbürtige Mannschaften und eine engagierte Sturm-Elf, die dank eines starken Finish noch das Unentschieden sicherstellte. Zürich war durch Hassli (14.) früh in Führung gegangen, Haas erzielte mit einem Elfmeter-Nachschuss in der 78. Minute aber noch den verdienten Ausgleich. Auch rund 500 Grazer Fans hatten den Weg in die Schweiz angetreten, der Ausflug des Anhangs verlief völlig reibungslos.

Das 1:0 für die Gastgeber, deren angeschlagener Top-Stürmer Alphonse zu Beginn nur auf der Bank Platz nahm, fiel aus heiterem Himmel. Nach einer unspektakulären Anfangsphase ohne Torszenen war der heranstürmende Hassli in der 14. Minute mit dem Kopf zur Stelle, Goalie Schicklgruber ohne Chance. Schaschiaschwili, der das vorangegangene Kopfballduell mit Djuric verlor hatte, verletzte sich dabei und musste in der 22. Minute durch Lamotte ersetzt werden.

Trügerische Optik

Zürich hatte in der ersten Hälfte, vor allem in den ersten 30 Minuten, zwar rein optisch das Übergewicht, die gefährlicheren Chancen konnten aber die "Blackies" für sich verbuchen. Haas verfehlte den Schweizer Kasten nach einem schönen Stanglpass von Muratovic nur um Zentimeter (24.), in der 38. Minute segelte ein Hlinka-Weitschuss über das Tor.

Auch nach dem Seitenwechsel erwies sich Sturm als äußerst bemühtes Kollektiv, das seine Stärken vorerst aber nur etwas schaumgebremst zur Geltung bringen konnte. Die Gastgeber eröffneten den zweiten Durchgang mit einem Chancen-Double, Abdi (48.) und Tihinen (59.) blieben aber glücklos.

Chancen am Fließband

In der letzten halben Stunde erhöhte Sturm schließlich die Schlagzahl und übernahm das Kommando. Die Foda-Elf erarbeitete sich zwischen der 60. und 70. Minute Chancen am Fließband, Haas (60., 67.) und Kandelaki (64.) scheiterten mit guten Versuchen. Zudem kam Jantscher für den farblosen Stankovic (65.).

Der Einsatz der Gäste sollte noch belohnt werden: In der 78 Minute trat Haas nach einem Barmettler-Foul an Muratovic im Strafraum zum Elfer an, traf zwar erst im Nachschuss aber doch zum wichtigen Ausgleich (78.). Dem finalen Drängen der Eidgenossen war kein Erfolg mehr beschieden: Einen Alphonse-Kopfball, die beste Möglichkeit der Gäste in dieser Phase, entschärfte Schicklgruber in der 87. Minute. (APA/red)

  • FC Zürich - SK Sturm Graz 1:1 (1:0)
    Zürich, Letzigrund, 8.500 Zuschauer, SR Stelios Trifonos (CYP).

    Torfolge:
    1:0 (14.) Hassli
    1:1 (78.) Haas (Elfmeter-Nachschuss)

    Zürich: Leoni - Lampi, Stahel, Tihinen, Rochat - Nikci (71. Alphonse), Aegerter, Barmettler, Djuric - Abdi - Hassli (87. Mehmedi)

    Sturm: Schicklgruber - Schaschiaschwili (22. Lamotte), Feldhofer, Sonnleitner, Kandelaki - Hölzl, Hlinka, Kienzl, Stankovic (64. Jantscher) - Muratovic, Haas (89. Sereinig)

    Gelbe Karten: Keine bzw. Kienzl, Jantscher

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Zu früh gefreut: Eric Hassli (FC Zürich)

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