Head mit weniger Umsatz und weniger Betriebsverlust

14. August 2008, 16:22
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Der Nettoumsatz ging beim niederländischen Sportkonzern um 0,9 Prozent zurück, Head-Chef Eliasch ortet "geringeres Verbrauchervertrauen und inflationären Druck"

Wien  - Der börsenotierte niederländische Sportartikelhersteller Head NV, der auch eine Produktionsstätte in Vorarlberg (Kennelbach) betreibt, hat in den ersten sechs Monaten 2008 einen Nettoumsatzrückgang im Jahresabstand von 0,9 Prozent auf 117,8 Mio. Euro verzeichnet. Zugleich verringerte sich der Betriebsverlust um 4,1 Mio. auf 10,1 Mio. Euro, teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit.

Auch der Konzernverlust ging im Jahresvergleich von 16 Mio. auf 9,7 Mio. Euro zurück, während der Bruttogewinn (EBT) um 1,4 Mio. auf 46 Mio. Euro fiel. "Das infolge der weltweiten Konjunkturabschwächung weiterhin schwache Verbrauchervertrauen, drastische Erhöhungen der Rohmaterialkosten, inflationärer Druck, das schlechte Wetter im Frühjahr und die anhaltenden Auswirkungen des Schneemangels im Jahr 2006 haben zu schwierigen Geschäftsbedingungen geführt", kommentierte Head-Chef Johan Eliasch das Halbjahresergebnis.

Mehr Umsatz

Der Umsatz im Wintersportbereich legte in den ersten sechs Monaten im Jahresvergleich um 12,6 Prozent auf 23,3 Mio. Euro zu. Der Absatz konnte bei allen Wintersportprodukten im Vergleich zur extrem niedrigen Vergleichsperiode 2007 gesteigert werden. Im Racket-Segment ging der Umsatz allerdings um 6,3 Prozent auf 63,2 Mio. Euro zurück, was vor allem auf die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar zurückgeführt wird.

Im Tauch-Segment erhöhte sich der Umsatz um 5,2 Prozent auf 31,9 Mio Euro. Aus dem Lizenzgeschäft sanken die Erlöse um 22,9 Prozent auf 2,9 Mio. Euro. Die gesamten Erlösschmälerungen nahmen um 4,6 Prozent auf 3,5 Mio. Euro zu.

Für den Rest des Jahres geht Head von weiterhin angespannten Geschäftsbedingungen aus. Eliasch rechnet für das Gesamtjahr 2008 mit einem Betriebsverlust. "Unser Auftragsbuch für die Wintersportsaison 2008/09 ist nun geschlossen und wie erwartet haben wir nur etwa die Hälfte des 2007 verlorenen Umsatzes zurückgewonnen", berichtete Eliasch. (APA)

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