HTI im Halbjahr mit Ergebniseinbruch

14. August 2008, 11:43
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Die oberösterreichische Industriebeteiligungsholding hat im ersten Halbjahr zwar Umsatz und Betriebsergebnis gesteigert, das Konzernergebnis ist aber eingebrochen

Wien/St. Marien - Die börsenotierte oberösterreichische Industriebeteiligungsholding HTI High Tech Industries AG hat im ersten Halbjahr 2008 zwar Umsatz und Betriebsergebnis (Ebit) gesteigert, das Konzernergebnis ist aber eingebrochen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, ist das Konzernergebnis von 1,7 Mio. Euro auf 314.000 Euro geschrumpft. Das Ergebnis je Aktie betrug nur mehr 0,02 Euro, nach 0,13 Euro in der Vorjahresperiode.

Der Umsatz ist bei HTI im Berichtszeitraum um 33,4 Prozent auf 99,8 Mio. Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) legte um 2,7 Prozent auf 3,3 Mio. Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging von 1,7 Mio. Euro auf 445.000 Euro zurück.

Konsolidierungsprobleme

Das schlechte Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2008 sei auf Konsolidierungsprobleme zurückzuführen, sagte der Vorstandsvorsitzende der börsenotierten oberösterreichischen Industriebeteiligungsholding HTI High Tech Industries AG am Donnerstag zur APA. So seien beispielsweise die Kosten des Zukaufs der Unternehmensgruppe Hitziger berücksichtigt, noch nicht aber die damit verbundene "Aktivseite".

Für das Gesamtjahr 2008 erwartet Glatzmeier bei einem Umsatz von 200 bis 220 Mio. Euro (nach 151,6 Mio. 2007) eine EBIT-Marge von fünf Prozent (2007: 5,3 Prozent) und eine Marge des Gewinns vor Steuern (EBT) von 1,8 Prozent. Das Konzernergebnis soll laut Aussendung "ausgeglichen" sein. Die für das Gesamtjahr angepeilten Werte "lassen sich im Halbjahr noch nicht darstellen", sagte Glatzmeier.

In Erwartung einer rückläufigen Entwicklung im automotiven Bereich wird HTI seine Produktion für diesen Sektor reduzieren und "fast vollständig" in die Produktionsstandorte in der Slowakei und Rumänien verlagern. An den österreichischen Standorten Fohnsdorf und Neudörfl soll es zwar inhaltliche Veränderungen geben - Fohnsdorf soll sich auf die Lackiererei, Neudörfl auf Electronics spezialisieren - bei Personal und Umsatz seien aber keine Einbußen zu erwarten.

Insgesamt sieht Glatzmeier mit den Akquisitionen den Umbau des Unternehmens "von einer mittelständischen Industrieholding zu einem Technologiekonzern" vollzogen. Der Trend gehe weg von der Kunststoffverarbeitung hin zum Leichtbau.

Für 2009 peilt HTI nach Angaben Glatzmeiers einen Umsatz von 300 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von fünf bis sieben Prozent an. (APA)

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