RWE im Halbjahr mit Gewinnrückgang

14. August 2008, 09:12
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Der Nettogewinn bis Juni ist um 56 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro eingebrochen, die Jahresprognose wurde dennoch bestätigt

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der deutsche Energiekonzern RWE hält trotz eines Gewinnrückgangs im ersten Halbjahr an seiner Prognose für 2008 fest. Das in den ersten sechs Monaten um acht Prozent auf 3,9 Mrd. Euro gesunkene betriebliche Ergebnis solle im Gesamtjahr mindestens das Vorjahresniveau erreichen, bekräftigte der Konzern am Donnerstag. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis solle um mehr als zehn Prozent zulegen. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäftsjahr seien unverändert gut, betonte Konzernchef Jürgen Großmann.

Analysten hatten mit einem Rückgang des betrieblichen Ergebnisses im ersten Halbjahr auf 3,9 Mrd. Euro gerechnet. Ausschlaggebend hierfür war ein Einbruch des Geschäfts der Handelssparte für Strom und Gas. Dieses habe zum einen im Vorjahreszeitraum außergewöhnlich gut abgeschnitten, teilte RWE mit. Zum anderen könne ein Großteil der Einnahmen erst in der zweiten Jahreshälfte verbucht werden, wenn die gehandelten Strom- und Gasmengen auch an die Kunden geliefert würden.

Nettogewinn eingebrochen

Der Nettogewinn brach von Jänner bis Juni um 56 Prozent auf 1,15 Mrd. Euro ein und damit stärker als erwartet. Von Reuters befragte Analysten hatten 1,5 Mrd. Euro vorausgesagt. Mit einem um 13 Prozent höheren Umsatz von 24,7 Mrd. Euro übertraf RWE aber die Erwartungen.

RWE-Chef Großmann hatte seit seinem Amtsantritt im Oktober mehrere Rückschläge hinnehmen müssen.Einschnitte durch die staatliche Regulierung sowie der verpatzte Börsengang der US-Wassertochter American Water hatten dem Konzern bereits im ersten Quartal das Ergebnis verhagelt. Bei dem ersten Börsengang von Anteilen des US-Wasserversorgers hatte RWE nicht den erhofften Preis erzielt, wodurch der Konzern bei der im nicht fortgeführten Geschäft eingeordneten Tochter einen Verlust von 634 Mio. Euro verbucht hatte.

RWE ist in Österreich mit rund einem Drittel an der Kärntner Kelag beteiligt. (APA/Reuters)

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