DER STANDARD zum 20. Geburtstag wieder in österreichischer Hand

13. August 2008, 18:37
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Nach fast zehn Jahren deutscher Beteiligung und pünktlich zu ihrem 20. Geburtstag ist DER STANDARD wieder in österreichischer Hand. Im Dezember 1998 übernahm der Süddeutsche Verlag 49 Prozent am STANDARD, diesen Anteil hat Bronner nun zurückgekauft. Neuer 49-Prozent-Miteigentümer ist - vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden - die Bronner Online AG, mehr dazu hier.

20. Geburtstag im Oktober

DER STANDARD feiert am 19. Oktober seinen 20. Geburtstag. Als Bronner, der unter anderem auch die Magazine "trend" und "profil" gründet hatte, nach einem längeren Aufenthalt in den USA die Rückkehr nach Österreich plante, sondierte er die Chancen für eine "ordentliche Tageszeitung". Mit Hilfe des deutschen Springer Verlags setzt er seine Pläne schließlich um. Im Oktober 1988 erschien die erste Nummer des STANDARD.

1995 kaufte Bronner die Springer-Anteile mit einem 200-Millionen-Schilling-Kredit (14,5 Mio. Euro) von der Bank Austria zurück. Im gleichen Jahr ging derStandard.at als erste deutschsprachige Tageszeitung im Internet online. Im Jahr 1998 fand die unternehmensrechtliche Trennung von der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H. statt. Seither besteht das Onlinemedium als eigenständiges Unternehmen, das 1999 in eine Aktiengesellschaft, die Bronner Online AG, umgewandelt wurde.

Rückkauf

1998 gingen 49 Prozent am STANDARD-Tageszeitungsverlag an die "Süddeutsche Zeitung". Zehn Prozent der Anteile hielt Bronner selbst, 41 Prozent lagen bei der Bronner Familien-Stiftung. Der Verlag der "Süddeutschen Zeitung" wurde wie berichtet im Dezember des Vorjahres an die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) mit dem Flaggschiff "Stuttgarter
Zeitung" verkauft. Bronner hatte mit dem Gesellschafterwechsel ein Optionsrecht auf Rückkauf der STANDARD-Anteile, von dem er jetzt Gebrauch machte. Neue Eigentümer der Tageszeitung werden die Bronner Online AG (49 Prozent), die Bronner Familien-Privatstiftung (41 Prozent) und Oscar Bronner (10 Prozent) sein.

DER STANDARD gilt als eine der Qualitätszeitungen Österreichs. Bei der jüngsten Auflagenkontrolle aus dem vierten Quartal 2007 verzeichnete er 76.094 verkaufte Exemplare. Rund 200 Mitarbeiter sind im Printbereich beschäftigt.  

derStandard.at: Führendes Online-Medium in Österreich

derStandard.at ist das führende Online-Medium in Österreich, bei der letzten ÖWA-plus Zählung aus dem vierten Quartal 2007 verzeichnete er über 700.000 Userinnen und User im Monat. Der Umsatz betrug 2007 knapp zehn Millionen Euro, der Mitarbeiterstand 70 Angestellte und 30 freie Mitarbeiter. (red/APA)

 

 

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