Irrfahrten der chinesischen Taxifahrer

13. August 2008, 14:52
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Die mangelnden Englischkenntnisse der chinesischen Taxifahrer zeitigen Folgen: Olympia-Touristen in Peking klagen über Irrfahrten, manche gelangen überhaupt nie ans Ziel

Peking - Zu "where are you going?" (wo möchten sie hin?) reicht es noch manchmal, aber bei Auskünften zum Wetter ist spätestens Schluss. Eine nicht repräsentative Umfrage unter den 100.000 Pekinger Taxifahrern zeigt ganz klar: Olympisches Ziel verfehlt. Zur Vorbereitung auf die Spiele in Peking waren die Chauffeure aufgerufen, ordentlich Englisch zu lernen. Stolz zeigt dann auch der Taxifahrer Gao Zhen ein ziemlich dickes Heft, vorne drauf ein Taxi, als Räder fungieren die olympischen Ringe. "Das haben wir bekommen, um die wichtigsten Vokabeln zu lernen", sagt er - auf Chinesisch.

Zwei Jahre habe er sich bemüht, des Englischen ein wenig mächtig zu werden. Eine Kostprobe: "Turn left, turn right" (links abbiegen, rechts abbiegen) oder "I want to Tian'anmen" (ich möchte zum Tian'anmen). "Viel mehr ist es leider nicht geworden", räumt Gao Zhen kleinlaut ein. Damit ist er in bester Gesellschaft. Auch sein Kollege Shi Yuanlei winkt ab: "Ich habe es wirklich versucht, aber Englisch ist sehr schwer." Und der Taxifahrer Liu Baoquan meint: "Die jungen Kollegen haben für die Olympischen Spiele Englisch gebüffelt, ich kann mir das nicht merken." Vor allem die Aussprache mache ihm zu schaffen. So ist es dann nicht verwunderlich, dass viele Olympia-Touristen über Irrfahrten klagen. Manchmal gelangen sie auch überhaupt nicht ans Ziel. (APA)

 

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    Ob die Erschöpfung der beiden Herren vom Englisch-Pauken herrührt oder den anstrengenden Rundfahrten ist nicht bekannt.

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