Britischer UFO-Hacker: Auslieferung an USA verschoben

13. August 2008, 12:02
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McKinnon konnte vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Verschiebung seiner Auslieferung erreichen

Nachdem der britische Hacker Gary McKinnon den Einspruch gegen das Urteil seiner Auslieferung an die USA verloren hatte, konnte er nun vorm Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zumindest eine Verzögerung bis 29. August erwirken. Das Straßburger Gericht teilte am Mittwoch mit, es wolle eine Beschwerde von McKinnon gegen seine Auslieferung prüfen.

"Gefährlichster Hack"

McKinnon wird von den USA vorgeworfen, den "gefährlichsten militärischen Hack" aller Zeiten auf Pentagon, NASA und anderen militärische Computer ausgeführt und dabei einen hohen Schaden verursacht zu haben. Er selbst behauptet, lediglich Informationen über UFOs gesucht und dabei die Datenbanken gescannt zu haben.

70 Jahre Haft

Die angekündigte Auslieferung an die USA zog ein heftiges mediales Echo nach sich, da McKinnon bei einer Verurteilung bis zu 70 Jahre Haft drohen. Seine Anwälte befürchteten, dass er wie ein Terrorist behandelt und in das US-Langer Guantanamo gebracht werden könnte. Das britische Oberhaus war für die Entscheidung, den 42Jährigen an die USA auszuliefern, teilweise scharf kritisiert worden.

Suche nach UFOs

McKinnon war 2002 verhaftet, in Großbritannien aber nicht verurteilt worden. Der arbeitslose Computer-Experte hatte sich zwischen 1999 und 2002 Zugang zu verschiedenen Datenbanken verschafft, die jedoch nach seinen Angaben nicht durch Passwörter geschützt gewesen seien. In einem Interview mit der BBC sagte er, dabei auf Namenslisten außerirdischer Offiziere und Raumschiffe sowie Fotos von UFOs gestoßen zu sein. (red/APA)

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    Auslieferung McKinnons an die USA wurde verschoben

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